PC an Bord

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Dieses Thema ging mir schon seit längerem im Kopf herum, es wollte sich einfach keine vernünftige Lösung einstellen. Das Kernproblem liegt in der Stromversorgung des PC’s. In der Notebookwelt gibt es 12V-18V-Spannungswandler ohne Ende doch leider sind diese Teile geradezu berüchtigt für die durch ungenügende Schirmung bzw. Verdosselung erzeugten Störungen. Für meinen Einsatzzweck also ungeeignet, vereinzelt wurden zwar störungsfreie Exemplare gesichtet aber ich hatte keine Lust auf die Try&Error-Methode.

Besser sieht es an der Front der Wechselrichter 12V – 220V aus, vor allem was Störungen betrifft. Von daher wäre das ein gangbarer Weg, allerdings stören mich hier die doch erheblichen Wandlerverluste, auch eine 200 Ah-Batterie ist damit schneller leer als einem lieb ist.

Beim Testen der in meiner PC-Bastelkiste vorhandenen Komponenten fiel mir ein Mini-ITX-Board von Intel in die Hand, das ich vor längerer Zeit mal für ein anderes Projekt gekauft hatte das aber unvollendet blieb. Eingebaut in ein  Gehäuse in Zigarrenkistengrösse, welches über eine 12V-SV (!!!) verfügt gefiel schon mal die für meinen Einsatzzweck perfekte Grösse; ein Test im Fzg zeigte absolut keine Störungen im KW bzw. VHF-Spektrum.

Zwar ist die Atom-CPU nocht berauschend schnell, für die Themen Logprogramm und alles was dazugehört reicht es aber dicke aus. Im Moment werkelt im Minigehäuse noch eine alte Notebook-Festplatte deren Ersatz durch eine kleine SSD-Platte aber noch  für einen spürbaren Performanceschub sorgen wird. Die Kosten dafür sind mittlerweile bezahlbar.

Bleibt der Monitor: Noch vor einigen Jahren wurde viele TFT’s mit externem 12V-Netzteil angeboten, in meinem Labor im Keller stand noch ein 15″-Exemplar aus dieser Zeit und so lag es nahe diesen Monitor zu verwenden. In Summe benötigt diese, mittlerweile fest eingebaute Kombination aus Board und TFT bei 12V 4 Ampere. Das ist nicht wenig aber noch akzeptabel wenn man auf PC-Logging nicht verzichten will.

Zu meiner besonderen Freude verfügte auch das vorhandene Uralt-Display über die VESA-Standardbefestigung so dass ich mir eine kleine, praktische  Wandbefestigung statt des doch recht voluminösen Standfusses besorgte. Die komplette Lösung überzeugt mich sowohl durch ihre Kompaktheit als auch durch die Leistungsfähigkeit.

Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung, es ist mir jetzt möglich in der 100W-Klasse ohne den Generator anzuwerfen 12 Stunden autark arbeiten zu können. Der Einsatz eines Solarpanels bietet sich förmlich an um Reserven zu schaffen und ist zudem sehr zeitgemäß.  In der Phase 2 meines Ausbaus werde ich das Thema weiter betrachten.

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Macht doch watt ihr Volt

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Nachdem die Isolation der Seitenwände und deren Verkleidung schnell von der Hand ging begann jetzt der spannendere Teil der Einrichtung, die Stromversorgung.

Ich habe geplant zunächst sowohl aus einer autarken Batterie (ohne Anschluß an die Lichtmaschine) als auch durch 220V vom Honda Strom beziehen zu können. Später soll dann ein Solarpaneel auf dem Dachträger dazukommen, hier tüftele ich im Moment aber noch an einer Lösung, die auch einen Notebbok ohne (!) Wechselrichter aufladen kann.

Die Installation ist daher übersichtlich:

  • Eine 12V – AGM-Batterie mit 200 Ah Kapazität
  • Ein USV-Controller von West Mountain Radio
  • Ein Schaltnetzteil
  • Ein Powerchecker ebenfalls von WMR
  • Eine Netzstromleiste für 220V sowie eine Verteilerleiste für die 12V-Installation

Der Einbau der Batterie war aufgrund des stattlichen Gewichts mühevoll, sie muß für den Fall eines Unfalls gut gesichert und trotzdem halbwegs leicht erreichbar sein. Der Rest wurde übersichtlich auf einem Restholzbrett verschraubt und auf den verkleideten Radlauf unter dem Arbeitstisch gesetzt. So kann man nicht versehentlich dranstossen und hat trotzdem im Falle eines Falles alles schnell im Blick.

Ein abschliessender Test funktionierte wie erwartet; der USV-Controller kann max 40 A liefern; solange 220V anliegen lädt er parallel zum Funkbetrieb die Batterie (sogar mit spezieller AGM-Kennlinie) nach. Fällt der Generator aus so wird unterbrechungsfrei auf Batteriestrom umgeschaltet.

und so sieht das Ding von innen aus

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Ein erster Blick in das neu erworbene Mobil zeigt auch sofort, warum diese Art von Transportern so preisgünstig ist: Im Innenraum überwiegt nacktes Blech.

Bevor da drinnen das erste qso gefahren werden kann ist noch ein wenig Arbeit nötig. Nachdem ich aber schon einige Womo-Ausbauten hinter mich gebracht habe und sehr gerne mit Holz arbeite  sehe ich das nicht als Problem sondern eher als willkommene Abwechslung. Die Wände werden zunächst mit 30mm Trocellen („Bergsteigermatte“ oder auch „Extremisolator“) vollflächig verkleidet und anschliessend mit 4mm Sperrholz verkleidet. Diese Art der Isolierung sorgt für angenehmes Klima im Sommer und im Winter, ausserdem dient sie (vollflächig verklebt!) auch als hervorragender Schallschutz.

Hier sieht man eine „erste Anprobe“. Die Möbel, gefertigt aus 19er Tischlerplatte sollen nur zweckmässig sein. Das Regal ist exakt nach den erforderlichen Ausrüstung bemessen, unten links kommen noch 2 AGM-Batterien als Grundlage der Bordstromversorgung rein. So siehts es später mal im Fahrbetrieb aus, zum Funken werden dann die Transportkisten oben auf der Ablage entfernt und es entsteht ein 1,8m breiter Arbeitsplatz.

Der Boden ist auch schon fertig, ich habe die im Blech vorhandenen Sicken mit 1 cm dickenKorkstreifen ausgefüllt und darüber eine 9mm Siebdruckplatte exakt reingeschnitten. Damit verliere ich leider 2 cm Sitzhöhe aber dafür bleiben die Füße auch beim Marconi-Contest mollig warm 😉 Der seltsame Stuhl gehört übrigens nicht zur Ausrüstung, er diente nur der Überprüfung der Ergonomie am Arbeitsplatz.

Fährt der alte Lord fort …

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So sieht es nun also aus das neue Funkmobil:

  • Ein Ford Transit Connect in „polarweiß“
  • BJ 2008 / 30.000 km
  • 75 PS 1800 ccm Turbodiesel mit grüner Plakette
  • Langer Radstand / hohes Dach
  • Minimalausstattung, weder Klima, noch von innen verstellbare Spiegel, nicht mal ein Radio ist drin
  • abgesehen von den vergammelten Felgen ist der Zustand sehr gut

Die „inneren Werte“ dieses Mobils machen ihn für den gewünschten Einsatzzweck ideal. Der Laderaum ist (L x B x H) 1,83m x 1,49m x 1,36m groß,  hat also mehr Höhe als ein Bulli. Klappt man den Beifahrersitz („Spacesitz“) nach vorne so hat man bis zu 3,0m lange Rohre transportieren bzw hat einen komfortablen Schlafplatz für eine Person.

Die Abmessungen hatte ich mir schon vor Wochen mit Kreppband auf den Kellerfußboden gezeichnet um einen praktischen Grundriß für die Möbel im Laderaum zu erarbeiten. Der Plan ist, eine Einrichtung zu bauen, die sowohl als Stauraum für die Fahrt als auch als Arbeitsfläche für den Funkbetrieb dienen kann. Darüber hinaus soll noch die Möglichkeit zum halbwegs komfortablen Schlafen gegeben sein.

Projekt Funk-Mobil

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Nachdem ich zu Hause ein wenig antennengeschädigt bin zog es mich schon immer zu gut geeigneten Portabelstandorten hin. Bislang habe ich das mit einem VW Caddy gemacht, der für dererlei Aktivitäten mit einer Holzarbeitsplatte statt der Kofferraumabdeckung ausgerüstet wurde. Das klappte so weit ganz gut, der Umbauaufwand war allerdings schon erheblich und die vielen Glasflächen sorgten zuletzt beim Marconi VHF für arktische Temperaturen in der Nacht wie  hier ausführlich beschrieben.

So ein hauptamtliches Funk/Contestmobil wär doch mal ein tolles Projekt, hier das doch recht anspruchsvolle  Pflichtenheft:

  • Kompaktes und unauffälliges Minishack (Arbeits/Schlafmöglichkeit für eine Person)
  • Zweckmässige Einrichtung sowohl für den Transport von AFU-Material als auch für den Funkbetrieb
  • variable Stromversorgung (grosse Batterien, automatische Umschaltung auf den Honda bei Bedarf, evtl Solar)
  • Wenig Fenster und halbwegs gute Isolierungsmöglichkeiten
  • Antennenlochbohren nach Lust und Laune
  • preiswert in Anschaffung/Unterhalt
  • bequeme Sitzhöhe

Ich habe lange darüber nachgegrübelt und einige infrage kommende Kandidaten besichtigt und vermessen. Zunächst bin ich beim berühmten „Bulli“ gelandet; hier schien zunächst mal alles zu passen bis auf die Preise im Gebrauchtwagenmarkt. Für ein 10 Jahre altes Behördenfzg mit guten 100.000 km auf der Uhr noch annähernd 5-stellige Preise zu bezahlen ist dann doch etwas happig und sprengte mein Budget bei weitem. Ausserdem könnte er gerne noch etwas kleiner sein.

Also wieder weitersuchen, die bekannten Fzg-Börsen wurden regelmässig besucht, dazu Prospekte gewälzt und Daten verglichen.

Es bedurfte allerdings erst eines Tipps vom OVV um auf mein Wunschfahrzeug aufmerksam zu werden und das sah dann so aus:

  • Gute Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt
  • Höher (!) als ein Bulli
  • Laderaum annähernd „rechteckig“ und daher gut auszubauen / zu isolieren
  • Laderaumlänge „nur“ 186cm (Bulli: 244cm) aber Beifahrersitz kann „bodeneben“ vorgeklappt und damit Masten bis 3,20m Länge im Innenraum transportiert werden.
  • Freigabe vom Hersteller für 100 W auf allen Frequenzen im Mobilbetrieb (!)

Pse qrx, in den nächsten Tagen wird das Geheimnis um mein Mobilshack gelüftet 😉