Maestro in da House (Teil 1)

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Fast 3 Jahr ist es nun schon her dass ich mich entschloss noch kurz vor dem Erreichen der Altersdemenzschwelle auf den Flexradio-Zug aufzuspringen. Soviel sei vorweggenommen, es waren reichlich spannende 3 Jahre.

Ich hatte es ja ohne Not getan, einfach nur aus „Lust an Neuem“. Mein K3 machte und macht einen Spitzenjob und ist, ja wie man mittlerweile weiß sogar mit neuester Technik aufrüstbar und aus dem Dxpeditionsgeschäft nicht mehr wegzudenken.

Der Anfang war schon recht dornig, da gibt es nichts zu beschönigen. Das Verdrosseln aller möglichen Ein und Ausgangskabel kannte ich bislang nur vom Hörensagen, der 6500er spielte erst dann fehlerfrei als ich gefühlte 3 Kilo Ferrit in den Kabelwust eingearbeitet hatte. Seither ist allerdings Ruhe im Karton, die im Reflektor gepriesene gemeinsame Erdung aller Komponenten an eine zentrale Schiene stellte sich dann zum Glück als nicht mehr notwendig heraus.

Dann kam die PC-Installation: Wem PC-Schnittstellen bislang nur nach ihrem Aussehen geläufig waren entwickelte sich in kurzer Zeit zum Kenner dieser Materie. Wie finde ich sie, wie halte ich sie auseinander und wie verhindere ich dass sie scheinbar willkürlich ihre Zuordnung verändern. Quasi als Sahnehäubchen obendrauf kam dann noch unerwartetes Verhalten nach Softwareupdates und von denen gab es deutlich mehr als mir lieb war.

Ich lernte schnell die Notwendigkeit der eindeutigen Beschriftung von Kabeln und der Dokumentation der PC-Rückseite mithilfe aussagekräftiger Fotos. Auch die Gesamtverkabelung der Station (PC, 6500, PA) wurde in dieser Zeit verschriftlicht und akribisch auf Stand gehalten. Bislang war ich nicht unbedingt als der große Dokumentator bekannt, Flexradio änderte das …

Weiter ging es mit dem PC selbst. Sollte schon mal keine alte Gurke sein und eine halbwegs aktuelle Grafikkarte besitzen. Darüber hinaus empfahl es sich nicht, permanent irgendwelche mehr oder minder hilfreiche Software, womöglich aus dubiosen Quellen nachzuinstallieren. Dabei half mir die Tatsache, dass ich im privaten Bereich schon seit längerer Zeit auf einen Mac umgestiegen war; Windows war daher nur noch für das Hobby AFU im Einsatz

  • Die komplette Flex-Software
  • Das Progrämmchen zur Fernbedienung der PA
  • Ein Logprogramm für jeden Tag (UCX)
  • eins für Conteste (N1MM+)
  • einen Internet-Browser
  • einen PDF-Reader
  • sonst nichts …

Um den Funkbetrieb nur ja nicht zu gefährden fuhr ich sogar eine 2-Platten-Strategie: Vor allen Softwareupdates habe ich zunächst die aktuelle Platte geclont und das Duplikat in den Schrank gelegt. Dann kam der Update und falls unerwartete Probleme auftauchten konnte ich durch simplen Plattentausch mit der alten Version weiterfunken bis die Probleme der neun Version gefixt waren.

Auch wenn das jetzt alles ein wenig negativ klingt: Es war eine sehr spannende Zeit und vor allem merkte man tatsächlich bei jedem Versionsupdate eine kleine Verbesserung des Gesamtwerks, der Weg ging also in die richtige Richtung.

Der nächste Meilenstein für mich war dann die Unterstützung dieser „komischen“ USB-Ports am 6500. Bislang waren die nämlich schlicht funktionslos und sollten jetzt plötzlich der direkten Kopplung von Endstufen, Tunern, Antennenumschaltern etc mithilfe von USB/Serialwandlern dienen. Wohl eingedenk der Probleme, die Elecraft mit verschiedenen Wandlern hatte gab Flex verbindliche Empfehlungen ab welcher Typ einsetzbar ist und siehe da: Sowohl die PA als auch der Bolli-Tuner funktionierten von Anfang an mühelos und fehlerfrei.

Es war ein Segen: Die PC-Schnittstellen reduzierten sich über Nacht auf lächerliche 2 USB-Ports: Den Abstimmknopf (Flexcontrol) und die Fernbedienung der PA: Ihre Frequenzinfos erhält diese direkt vom 6500 aber on/off, standby/operate und low/middle/high wird über das Fernbedienungsfensterchen eingestellt und schon kann ich das lärmende Teil ein wenig abseits stellen.

Mit dem Erscheinen  der SmartSDR V2.0 wagte ich mich endlich auch an das Update auf Windows 10, wenn schon Sprung ins kalte Wasser dann aber komplett und auch mit neuem Betriebssystem; es ging tatsächlich unerwartet problemlos und ich habe den Schritt nicht bereut.

(Ende Teil 1, wird in Kürze fortgesetzt)

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Aufbruch in die neue Welt der kurzen Wellen

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Das Thema SDR lockte mich schon seit Anschaffung des Panoramaempfängers P3 für meinen K3; die Möglichkeit das gerade genutzte Band oder zumindest einen relevanten Teil davon vor sich sehen zu können faszinierte mich, selbst wenn das Display als solches nicht besonders groß war.
Es ist so als ob ein riesiger Raum, den man bislang nur mit einer klitzekleinen Taschenlampe durchsuchen konnte, plötzlich mit Deckenflutern ausgestattet ist. Eine neue Dimension öffnet sich, man sucht nicht mehr sondern sieht plötzlich die Signale vor sich, kann alles untersuchen und erfährt so sehr schnell was denn in diesem Raum (pardon, auf diesem Band) so alles los ist.
Mit dem P3 bekam ich eine Ahnung welche Möglichkeiten sich eröffnen, ich lernte allerdings auch wie schnell man sich an an das „Sehen“ des Bandes gewöhnen kann. Schnell mal einen freien Slot im Contestgetümmel finden, Betrachtung eines stark splatterndes Signals, 6m-Überwachung; all das geht plötzlich spielerisch leicht von der Hand.
Nun bin ich ja nur in cw qrv und gerade diese Betriebsart hatte ja anfangs gehörige Probleme im Hinblick auf Verzögerungen beim Hören und wohl auch Geben der eigenen Zeichen. Für mich nicht akzeptabel, in dieser Hinsicht bin ich „CW-Feinschmecker“ und wollte auf keinen Fall Kompromisse eingehen.
Bei der Neuankündigung der Flex Signature Serie sollte dieses Thema der Vergangenheit angehören, wurde aber trotzdem von der CW-Gemeinde eher skeptisch betrachtet. Nichts hält sich so lange wie ein gut gepflegtes Vorurteil. Als als ich als op beim CQ WW CW 2013 an DD1A-Team einen Flex-Signature-Besitzer in Gestalt von Thomas (DK1EY) persönlich kennenlernen durfte zerstreuten sich meine Bedenken. Thomas beschäftigte sich schon länger mit seinem 6300, war des Lobes voll und bot mir an seinen TRX mal remote zu testen ehe ich mir einen eigenen kaufe.
Soweit kam es dann nicht, seine ausführlichen Erläuterungen haben dann ausgereicht. Wochen später, die Entscheidung 63/65/67 war nicht ganz einfach, klingelte der Paketbote und ein flammneuer Flexradio 6500 zog ins heimische Shack ein.