Vorbereitung für den WAG

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Im letzten Jahr schlug, der geneigte Leser erinnert sich vielleicht noch,  Murphy einmal mehr erbarmungslos zu: Ein suboptimales weil unterdimensioniertes Maststativ, ein kleiner Wind und eine winzige Unachtsamkeit sorgten dafür, dass der Alumast samt dem Hexbeam kippte; an eine Reparatur war eine Stunde vor Contestbeginn nicht mehr zu denken und so startete ich mit einem Satz Mobilantennen für die Highbands ziemlich frustiert den letztjährigen WAG.

Nach dem Contest war dann eines klar: Der Mast bedurfte bis zum nächsten Einsatz dringend der Verbesserung! Ein stabileres und höheres Stativ sowie eine Vorrichtung für bequemes Ausfahren im 1-Mann-Betrieb standen auf meiner Wunschliste. Reizvoll erschien zunächst die 1st class-Lösung, ein ausfahrbarer Mast auf einem Anhänger, das Problem der Unterbringung während des Jahres ließ sich jedoch nicht zufriedenstellend lösen und schlussendlich war der Preis ja auch nicht von Pappe.

Nächstbeste Lösung war dann ein Schiebemast mit einem Hilfsmast als Aufbauhilf, ebenfalls aus dem Hause Frick. Zunächst war ich nicht recht überzeugt, fand aber durch den BCC-Reflektor einen om in der Nachbarschaft, der so ein Ding in Betrieb hat und mir glaubhaft versicherte, dass das Teil absolut seniorentauglich ist, Letzte Woche habe ich ihn dann abgeholt nachdem Om Frick gerade in der Nachbarschaft zu tun hatte und ihn mir freundlicherweise mitgebracht hatte.

Mast1

Die Eckdaten: 12 Meter hoch, unten 70mm und oben noch 40mm Durchmesser. Das Gewicht schätze ich auf 30 kg, dank der Schubkarrenräder recht bequem zu bewegen. Wie bei Frick üblich sehr solide und aufwändig gefertigt, man sieht dass da einiges an Metallbearbeitungs-Know-how drinsteckt.

Mast2

Das Stativ ist wirklich solide, sowohl in seinen Abmessungen als auch beim eingesetzten Material.

Mast3

Hier kann man den Hilfsmast mit der Aufnahme für die, an den Schellen angeschweissten Profile sehen.  Mit der Handkurbel kann Element für Element sehr komfortabel und schnell ausgefahren werden. Die Kurbel arretiert in jeder Lage, es ist also möglich während des Aufbaus mal eben schnell nach den Abspannungen zu sehen bzw. diese zu korrigieren. Der abbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge ebenfalls mit Unterstützung des Hilfsmasten. Klar kann man hier, vorzugsweise mit Handschuhen geschützt, auch den „guten alten Handbetrieb“ verwenden, ich habe bei dieser Übung aber meinen zarten Telegrafistenhänden bereits mit dem Vorgängermast so manche Verletzung beigebracht und bin daher sehr vorsichtig geworden 🙂

Mast4

Ein Detail jedoch sollte man beachten: Wie man auf dem letzten Bild erkennen kann wird der Mast bereits oben im Stativ mit der Schelle geklemmt; ein Verdrehen des gesamten Mastes ist daher nicht möglich! Wer so etwas unbedingt haben will muss den Mast um einen Schuss höher ordern und das unterste Segment dann eben nicht mehr ausfahren. Ich stecke das Standrohr des Hex in das oberste Rohr und befestige eine Hilsleine an der Antenne mit deren Hilfe ich   den Beam im Bedarfsfall eben händisch drehe und auch (mittels eines Härings im Boden) gegen selbsttätiges Verdrehen sichere.

Der erste Einsatz erfolgt im WAG, schaun wir mal …

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und so sieht das Ding von innen aus

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Ein erster Blick in das neu erworbene Mobil zeigt auch sofort, warum diese Art von Transportern so preisgünstig ist: Im Innenraum überwiegt nacktes Blech.

Bevor da drinnen das erste qso gefahren werden kann ist noch ein wenig Arbeit nötig. Nachdem ich aber schon einige Womo-Ausbauten hinter mich gebracht habe und sehr gerne mit Holz arbeite  sehe ich das nicht als Problem sondern eher als willkommene Abwechslung. Die Wände werden zunächst mit 30mm Trocellen („Bergsteigermatte“ oder auch „Extremisolator“) vollflächig verkleidet und anschliessend mit 4mm Sperrholz verkleidet. Diese Art der Isolierung sorgt für angenehmes Klima im Sommer und im Winter, ausserdem dient sie (vollflächig verklebt!) auch als hervorragender Schallschutz.

Hier sieht man eine „erste Anprobe“. Die Möbel, gefertigt aus 19er Tischlerplatte sollen nur zweckmässig sein. Das Regal ist exakt nach den erforderlichen Ausrüstung bemessen, unten links kommen noch 2 AGM-Batterien als Grundlage der Bordstromversorgung rein. So siehts es später mal im Fahrbetrieb aus, zum Funken werden dann die Transportkisten oben auf der Ablage entfernt und es entsteht ein 1,8m breiter Arbeitsplatz.

Der Boden ist auch schon fertig, ich habe die im Blech vorhandenen Sicken mit 1 cm dickenKorkstreifen ausgefüllt und darüber eine 9mm Siebdruckplatte exakt reingeschnitten. Damit verliere ich leider 2 cm Sitzhöhe aber dafür bleiben die Füße auch beim Marconi-Contest mollig warm 😉 Der seltsame Stuhl gehört übrigens nicht zur Ausrüstung, er diente nur der Überprüfung der Ergonomie am Arbeitsplatz.

Fährt der alte Lord fort …

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So sieht es nun also aus das neue Funkmobil:

  • Ein Ford Transit Connect in „polarweiß“
  • BJ 2008 / 30.000 km
  • 75 PS 1800 ccm Turbodiesel mit grüner Plakette
  • Langer Radstand / hohes Dach
  • Minimalausstattung, weder Klima, noch von innen verstellbare Spiegel, nicht mal ein Radio ist drin
  • abgesehen von den vergammelten Felgen ist der Zustand sehr gut

Die „inneren Werte“ dieses Mobils machen ihn für den gewünschten Einsatzzweck ideal. Der Laderaum ist (L x B x H) 1,83m x 1,49m x 1,36m groß,  hat also mehr Höhe als ein Bulli. Klappt man den Beifahrersitz („Spacesitz“) nach vorne so hat man bis zu 3,0m lange Rohre transportieren bzw hat einen komfortablen Schlafplatz für eine Person.

Die Abmessungen hatte ich mir schon vor Wochen mit Kreppband auf den Kellerfußboden gezeichnet um einen praktischen Grundriß für die Möbel im Laderaum zu erarbeiten. Der Plan ist, eine Einrichtung zu bauen, die sowohl als Stauraum für die Fahrt als auch als Arbeitsfläche für den Funkbetrieb dienen kann. Darüber hinaus soll noch die Möglichkeit zum halbwegs komfortablen Schlafen gegeben sein.

Projekt Funk-Mobil

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Nachdem ich zu Hause ein wenig antennengeschädigt bin zog es mich schon immer zu gut geeigneten Portabelstandorten hin. Bislang habe ich das mit einem VW Caddy gemacht, der für dererlei Aktivitäten mit einer Holzarbeitsplatte statt der Kofferraumabdeckung ausgerüstet wurde. Das klappte so weit ganz gut, der Umbauaufwand war allerdings schon erheblich und die vielen Glasflächen sorgten zuletzt beim Marconi VHF für arktische Temperaturen in der Nacht wie  hier ausführlich beschrieben.

So ein hauptamtliches Funk/Contestmobil wär doch mal ein tolles Projekt, hier das doch recht anspruchsvolle  Pflichtenheft:

  • Kompaktes und unauffälliges Minishack (Arbeits/Schlafmöglichkeit für eine Person)
  • Zweckmässige Einrichtung sowohl für den Transport von AFU-Material als auch für den Funkbetrieb
  • variable Stromversorgung (grosse Batterien, automatische Umschaltung auf den Honda bei Bedarf, evtl Solar)
  • Wenig Fenster und halbwegs gute Isolierungsmöglichkeiten
  • Antennenlochbohren nach Lust und Laune
  • preiswert in Anschaffung/Unterhalt
  • bequeme Sitzhöhe

Ich habe lange darüber nachgegrübelt und einige infrage kommende Kandidaten besichtigt und vermessen. Zunächst bin ich beim berühmten „Bulli“ gelandet; hier schien zunächst mal alles zu passen bis auf die Preise im Gebrauchtwagenmarkt. Für ein 10 Jahre altes Behördenfzg mit guten 100.000 km auf der Uhr noch annähernd 5-stellige Preise zu bezahlen ist dann doch etwas happig und sprengte mein Budget bei weitem. Ausserdem könnte er gerne noch etwas kleiner sein.

Also wieder weitersuchen, die bekannten Fzg-Börsen wurden regelmässig besucht, dazu Prospekte gewälzt und Daten verglichen.

Es bedurfte allerdings erst eines Tipps vom OVV um auf mein Wunschfahrzeug aufmerksam zu werden und das sah dann so aus:

  • Gute Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt
  • Höher (!) als ein Bulli
  • Laderaum annähernd „rechteckig“ und daher gut auszubauen / zu isolieren
  • Laderaumlänge „nur“ 186cm (Bulli: 244cm) aber Beifahrersitz kann „bodeneben“ vorgeklappt und damit Masten bis 3,20m Länge im Innenraum transportiert werden.
  • Freigabe vom Hersteller für 100 W auf allen Frequenzen im Mobilbetrieb (!)

Pse qrx, in den nächsten Tagen wird das Geheimnis um mein Mobilshack gelüftet 😉

Elecraft KX-3, ich hab’s getan …

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In den letzten Tagen des alten Jahres wurde ich von einer Mail aus den Staaten überrascht, mit der ich eigentlich erst im Frühjahr 2012 gerechnet hätte: Der KX-3 kann ab sofort bestellt werden, die Auslieferung beginnt im Februar 2012.

Das Feedback  der Community war durchaus verhalten; so ganz ohne Fieldtest trauen sich die meisten doch nicht an das gute Stück, erst Mal abwarten was die Anderen sagen. Nachdem ich beim K2, beim K3 und auch beim P3 erleben durfte dass man auch nach dem Kauf nicht alleingelassen wird bin ich bereit hier die Katze im Sack zu erwerben: Wenn alles klappt wird mich der Kleine bereits im Frühjahr bei den ersten SOTA-Aktivierungen des neuen Jahres begleiten. 

Ich habe den KX-3 mit dem Dual Passband Roofingfilter, dem integrierten Tuner und dem integrierten NiMh-Lader geordert.

Ich denke mal, dass dieses Gerät in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzen wird und kann es natürlich kaum noch erwarten 😉

Marconi Memorial VHF 2011

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Die Clubmeisterschaft 2011 geht dem Ende zu, es gilt noch alle vorhandenen Reserven zu mobilisieren um für den Ortsverband Dachau (C06) eine gute Platzierung  einzufahren. Nachdem meine häusliche UKW-Lage eher suboptimal ist geht’s auf einen Hügel im Outback. Mein mobiles, gerade erst fertiggestelltes Shack hat nach einer geglückten Generalprobe beim diesjährigen 10m-Contest heute seine Premiere:

Der Caddy ist für solche Aktionen schlicht ideal. An die Stelle der serienmässigen Kunstoff-Heckablage tritt eine solide Fichten-Stäbchenplatte. Ist etwas tricky einzufädeln, hält dann aber problemlos das nicht unerhebliche Gewicht der Station. Die umgeklappten Rücksitze dienen als Sitzfläche und stehen nahezu ideal sowohl in der Höhe als auch im Abstand zum Tisch. Allenfalls der Komfort einer Rücklehne wird vermisst, da kann man sich aber zur Not mit einem Kissen behelfen.

... Platz ist in der kleinsten Hütte ...

Gleich vorweg mal die neuen Erkenntnisse, die bei diesem Contest hinsichtlich der Technik gewonnen wurden:

  • Sehr gut bewährt hat sich das selbstgebaute Rack, deutlich mehr Arbeitsfläche  für den OP!
  • In CW muß die PA auf 500W reduziert werden, bin mir nicht sicher ob der Honda mit den Lastimpulsen bei cw fertig wird.
  • Die Ablaufsteuerung ist nach wie vor suboptimal, erst mit dem Fußschalter lief es rund.
  • Der neue 220V LED-Strahler in der IKEA-Lampe braucht tatsächlich nur 12W und ist fast schon zu hell. Rotlicht wäre toll, erhöht allerdings das Risiko eines Besuchs des grünen qrl’s.
  • Dichte Headsets sind Pflicht, die Beko ist einfach zu laut!
  • Die Gasheizung fror diesmal nicht ein, Verbrauch 2 Kartuschen, erträgliche Temperaturen aber immer noch fußkalt.
  • Natürlich war auch Murphy zu Besuch, ein mehrfach getestetes Kabel wollte plötzlich nicht mehr und der Rotor verweigerte anfangs die Zusammenarbeit, da hatte ich aber nur nicht richtig hingeschaut. Das übliche Chaos brach los, der Mast mußte nochmals abgebaut werden um an das Kabel zu kommen und als Konsequenz wurde dann auch noch die Zeit zu knapp und der Mast schief abgespannt 😉   
zähe Nebelsuppe am Sonntag Morgen

 Verbesserungspotential fürs nächste Mal habe ich auch schon ausgemacht:

  •  Bei cw-only Betrieb mehr Sprit mitnehmen (benötigt wurden ~20l)
  • Das Rack muß unten um 2 cm gekürzt werden, die Beko steht sonst oben am Dach an und das führt zu unschönem Klappern durch den Lüfter.
  • Der Rotor muß mit 24V betrieben werden, 12V sind  zu langsam…
  • Die Rotorsteuerung ist bei Sonnenschein  extrem schlecht ablesbar und bedarf einer Blende. (oder ins Rack auf den DB6NT stellen)
  • Netzteil in den Fußraum, bringt etwas mehr Arbeitsfläche, versehentliches Ausschalten mit den Füssen muß aber wirkungsvoll verhindert werden.
  • eine Kokosmatte o.ä. gegen die Fußkälte

An der Antennenanlage gibt es auch noch etwas zu tun:

  • Die 6-Ele sind super, kein Problem für den Mast
  • Wie errechnet man den optimalen Stockungsabstand (1,4m war wohl etwas zu wenig, oder?)
  • Kabellängen bis zum Anpasstopf (Darf man da eine beliebige Länge nehmen, optimal wären 2m statt der vorhandenen 3m???)

Der Contest selbst lief an sich gut, im Log standen am Ende etwa 230 Verbindungen mit runden 80.000 Punkten. Die meiste Zeit war ich  „running“ unterwegs, S&P nur dann wenn sich auch nach dem hundertsten CQ partout keiner melden wollte.  Die große Liebe zu UKW stellt sich aber bei mir auch nach dieser Aktivität nicht ein.

Fazit:

Hat in Summe trotz vereinzelter Probleme toll funktioniert, der Aufwand einer solchen Aktion ist allerdings nicht zu vernachlässigen…

Neues zur Norcal Doublet Ultralight

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Eine kleine aber feine Nachrüstung habe ich mittlerweile noch nachgezogen. Auf Anregung von Peter (DL2FI) und anch einer Idee von Uli (DL2LTO) habe ich mir aus 3 mm Sperrholz eine Haspel in Form eines K ausgeschnitten, auf der die komplette Antenne (erst die Strahler incl der Maurerschnur zum Abspannen, dann der Feeder) aufgewickelt wird.

Die Ultralight auf der Haspel

Das Ergebnis ist wirklich verblüffend. Ich habe bislang noch mit jedem Kabel in kürzester Zeit einen Wuhling beim Abwickeln produziert und  das hier verwendete LAN-Kabel ist geradezu prädestiniert zur Erzeugung eines Kabelverhaus, der permanent in mühsamer Kleinarbeit entwirrt werden muss. Seitdem ich jedoch über Kreuz auf diese Haspel wickele ist dieser Effekt tatsächlich verschwunden und das Handling der Antenne hat sich deutlich verbessert.  Absolut empfehlenswert und leicht herzustellen. Gesamtgewicht der kompletten Antenne mit Maurerschnur auf Haspel beträgt 120gr.

Nach nunmehr 12 Gipfeln mit zusammen mehr als 170 Qso’s (die meisten auf 30m, einige auf 40m und noch weniger auf 20m) kann ich sagen, dass die Suche nach „der“ SOTA-Antenne für mich ein Ende hat. Im Zusammenspiel mit der wirklich exzellenten ZM-4 und meiner 7m-Angelrute habe ich mein Dreamteam gefunden. Selbst auf Gipfeln mit sehr wenig Platz war es mir immer möglich die Antenne zu installieren ohne andere über Gebühr zu stören und die erhaltenen Rapporte sprechen für sich.

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