2013 – Ich denk, es war ein gutes Jahr …

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Schon komisch, gerade erst angefangen und schon liegt es in den letzten Zügen, das Jahr 2013; Zeit für (m)ein kleines Funk-Resümee:

Rein DX-technisch lief es für mich sehr gut. Die Experten nörgeln zwar dass das Sonnenfleckenmaximum eher mäßig und unterentwickelt war, trotzdem bin ich mit meinen „newones“ mehr als zufrieden. Mit 3C0E, 9U4U, 3D2C, TX5K, TO2TT, HP0INT, 5W0M, K9W und 5J0R, um nur einige der großen Aktivitäten 2013 zu nennen, hat sich mein DXCC Länderstand zwischenzeitlich knapp unter die 250er Marke geschoben. Die ganz seltenen Vögel zu erwischen war nicht immer einfach, speziell TX5K und K9W waren schon sehr dicht umlagert und mit meinen relativ bescheidenen Mitteln war ich froh zumindest auf einem Band gehört zu werden. Gerade bei diesen Aktivitäten erreichte auch der Auftritt des Chors der Störer, Cops und Spaßverderber seinen vorläufigen Höhepunkt. Es ist wirklich bitter diesem Verfall der Sitten zuhören zu müssen, ob sich das wohl noch jemals ändern wird?

In Sachen Contest habe 2013 mein persönliches Ziel „Frequent Contester des BCC“ erreicht. 5 Mio Punkte für den Bavarian Contest Club wären nötig gewesen,  am Ende kamen mit 10.7 Mio Punkten ein für mich tolles Ergebnis heraus. Das ist schon sehr erstaunlich, vor meiner „Kinder- und Karrierepause“ konnte ich mich für die Contesterei absolut nicht erwärmen, mittlerweile plane ich meine Urlaube streng nach dem BCC-Jahreskalender 🙂 Gerade im Team macht die Contesterei großen Spaß: Man trifft neue Leute, kann Kontakte knüpfen, sich den einen oder anderen Trick abschauen und nebenbei wird man über das Neueste in Sachen Funk informiert; ich möchte das alles nicht mehr missen und freue mich schon auf die neue Saison.

Auch antennentechnisch hat sich einiges getan: Die Doublet, bisher als Allbandantenne (10-40m) genutzt wurde ein wenig verlängert und bedient nun nur noch 30/40/80m, eine Cushcraft R5 auf dem Dach deckt mittlerweile die DX-Bänder ab. Der Umbau hat sich deutlich bemerkbar gemacht. Im DX-Geschäft höre ich mit der Vertical  besser und bin wohl auch ein wenig lauter aufzunehmen; die verlängerte Doublet sorgt  zumindest im EU-Verkehr für ein deutlich stärkeres 80m-Signal; ein 4. Platz im DTC sowie einige seltene Vögel auf 80m (FM, J8, FJ, A9, Z8) zeigen, dass man auch mit bescheidenen Antenn(ch)en für die eine oder andere Überraschung gut ist. Speziell an den Contestergebnissen kann man auch kleine Verbesserungen an der Technik zuverlässig ablesen, es lohnt sich daher zu tüfteln und die Station weiterzuentwickeln.

Schwer begeistert hat mich das „Magic band“. Hier war ja 2013 meine erste Saison und es hat wirklich großen Spaß gemacht auf 6m-Öffnungen zu lauern. Selbst mit meiner fest ausgerichteten HB9CV knapp 2m über Schornstein konnte ich ein wenig mitspielen und hatte es am Saisonende auf immerhin 32 bestätigte Länder auf meinem Konto.  Mittlerweile liegt eine 5-Element Yogi im Keller, die ich 2014 wohl mal versuchsweise in Betrieb nehmen werde; auch eine /p-Aktivität irgendwo im Ausland würde mich reizen, mal sehen wohin die Reise mit dem Funkomobil geht.

Was Dxpeditionen anbelangt habe ich 2013 eine schöpferische Pause eingelegt.  Die ursprünglich geplante Teilnahme an 3DA0ET hatte sich zerschlagen und es war dann auch zu spät noch Alternativen zu suchen. Schau’n wir mal was 2014 bringt, in den Fingern juckt es mich jedenfalls schon sehr stark.

Bleibt nur noch allen Mitlesern hier noch ein paar ruhige Tage, einen guten Rutsch und alle erdenklich Gute im neuen Jahr zu wünschen !

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Vorbereitung für den WAG

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Im letzten Jahr schlug, der geneigte Leser erinnert sich vielleicht noch,  Murphy einmal mehr erbarmungslos zu: Ein suboptimales weil unterdimensioniertes Maststativ, ein kleiner Wind und eine winzige Unachtsamkeit sorgten dafür, dass der Alumast samt dem Hexbeam kippte; an eine Reparatur war eine Stunde vor Contestbeginn nicht mehr zu denken und so startete ich mit einem Satz Mobilantennen für die Highbands ziemlich frustiert den letztjährigen WAG.

Nach dem Contest war dann eines klar: Der Mast bedurfte bis zum nächsten Einsatz dringend der Verbesserung! Ein stabileres und höheres Stativ sowie eine Vorrichtung für bequemes Ausfahren im 1-Mann-Betrieb standen auf meiner Wunschliste. Reizvoll erschien zunächst die 1st class-Lösung, ein ausfahrbarer Mast auf einem Anhänger, das Problem der Unterbringung während des Jahres ließ sich jedoch nicht zufriedenstellend lösen und schlussendlich war der Preis ja auch nicht von Pappe.

Nächstbeste Lösung war dann ein Schiebemast mit einem Hilfsmast als Aufbauhilf, ebenfalls aus dem Hause Frick. Zunächst war ich nicht recht überzeugt, fand aber durch den BCC-Reflektor einen om in der Nachbarschaft, der so ein Ding in Betrieb hat und mir glaubhaft versicherte, dass das Teil absolut seniorentauglich ist, Letzte Woche habe ich ihn dann abgeholt nachdem Om Frick gerade in der Nachbarschaft zu tun hatte und ihn mir freundlicherweise mitgebracht hatte.

Mast1

Die Eckdaten: 12 Meter hoch, unten 70mm und oben noch 40mm Durchmesser. Das Gewicht schätze ich auf 30 kg, dank der Schubkarrenräder recht bequem zu bewegen. Wie bei Frick üblich sehr solide und aufwändig gefertigt, man sieht dass da einiges an Metallbearbeitungs-Know-how drinsteckt.

Mast2

Das Stativ ist wirklich solide, sowohl in seinen Abmessungen als auch beim eingesetzten Material.

Mast3

Hier kann man den Hilfsmast mit der Aufnahme für die, an den Schellen angeschweissten Profile sehen.  Mit der Handkurbel kann Element für Element sehr komfortabel und schnell ausgefahren werden. Die Kurbel arretiert in jeder Lage, es ist also möglich während des Aufbaus mal eben schnell nach den Abspannungen zu sehen bzw. diese zu korrigieren. Der abbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge ebenfalls mit Unterstützung des Hilfsmasten. Klar kann man hier, vorzugsweise mit Handschuhen geschützt, auch den „guten alten Handbetrieb“ verwenden, ich habe bei dieser Übung aber meinen zarten Telegrafistenhänden bereits mit dem Vorgängermast so manche Verletzung beigebracht und bin daher sehr vorsichtig geworden 🙂

Mast4

Ein Detail jedoch sollte man beachten: Wie man auf dem letzten Bild erkennen kann wird der Mast bereits oben im Stativ mit der Schelle geklemmt; ein Verdrehen des gesamten Mastes ist daher nicht möglich! Wer so etwas unbedingt haben will muss den Mast um einen Schuss höher ordern und das unterste Segment dann eben nicht mehr ausfahren. Ich stecke das Standrohr des Hex in das oberste Rohr und befestige eine Hilsleine an der Antenne mit deren Hilfe ich   den Beam im Bedarfsfall eben händisch drehe und auch (mittels eines Härings im Boden) gegen selbsttätiges Verdrehen sichere.

Der erste Einsatz erfolgt im WAG, schaun wir mal …

WAG 2012: Hallo Murphy, alter Kumpel!

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Vor mir liegt ein Traumwochenende: Mein absoluter Lieblingscontest steht an, keine familiären Verpflichtungen und in allen Radiosendern schwelgt man ob des wunderschönen Herbstwetters mit Temperaturen bis über 20 Grad Celsius. Eigentlich hätte ich zu diesem Zeitpunkt bereits misstrauisch werden sollen … Das Funkomobil war schon bepackt mit all den Dingen, die man für eine Contestteilnahme benötigt, zum Einsatz sollte eine Butternut HF-2 mit einem entsprechenden Radialnetz kommen. Für die Highbands wollte ich den für 7P beschafften Hexbeam verwenden, ein erster Probeaufbau im heimischen Garten war zufriedenstellend verlaufen. Ein weiteres Novum: Um mich ein wenig auf 7P8D vorzubereiten loggte ich mit N1MM, da wir dieses Programm auch in Afrika verwenden werden.

Abfahrt in Richtung des geplanten Standorts, mit einem Bauern im Dachauer Hinterland hatte ich letzte Woche vereinbart, dass ich seine Wiese für die Funkerei nutzen dürfe. Gut gelaunt erreichte ich die Ausfahrt Adelzhausen, im Kreisverkehr dann ein Schild  dass die Durchfahrt Richtung Altomünster wegen Vollsperrung leider nicht möglich sei, Umleitung über Aichach. Auch hier hätte ich Verdacht schöpfen können zumal da doch jemand mit einem großen Hammer noch in der Nähe des Schilds aufhielt; hätte ich ihn mit seinem eigenen Werkzeug attackiert wäre vielleicht vieles anders verlaufen aber so begann allmählich das Unheil, das mich die letzten Male immer verschont hatte.

Eine gute Stunde später rolle ich auf meine Funkwiese. Die Umleitung hatte sich zeitlich „etwas“ in die Länge gezogen, Schilder gab es natürlich auch keine (oder sollte ich die im dichten Nebel übersehen haben) und über ein Navi verfügt das Funkomobil nicht. Der Aufbau begann mit etwa einer Stunde Verspätung: Erst den Honda, möglichst gleich in Betrieb nehmen sonst finde ich ihn vielleicht im Nebel nicht mehr. Danach die Butternuss, soweit keine Probleme. Auch die Abstimmung war dank Analyzer schnell erledigt. Ich hatte 12 Radiale a 20m ausgelegt, die klitschnasse Wiese tat wohl das übrige dazu. Gut dass ich Gummistiefel eingepackt hatte.

Den 10m-Alumast (zunächst ohne Traglast) im Stativ hochschieben  und in 2 Ebenen abspannen. Danach wieder runter, den Hex auf die Spitze gesetzt und hoch mit dem Teil. Der Nebel hatte sich endlich verzogen, die Sonne schien und es wehte ein leichter Wind. Zusammen mit 14 kg(!) Antennengewicht hatte ich offenbar mein persönliches Limit überschritten, ich brachte das Teil einfach nicht komplett hoch. Schlimmer noch, eine Stativstange verbog sich und ich brachte den Mast mit Müh und Not wieder runter. Das Stativrohr demontiert, ausgerichtet und alles wieder zusammengeschraubt, Abspannungen neu ausgerichtet, allmählich kam mein Terminplan ins Wanken und gegessen hatte ich auch noch nicht. Ich wagte einen zweiten Versuch, das sollte sich als ein großer Fehler herausstellen. Um 15.30h gleiches Resultat, Stativ nunmehr völlig verbogen, Antenne halbwegs kontrolliert abgestürzt, DJ3CQ, fix und fertig, mangels Mittagessen völlig unterzuckert und ausgepowert.

Enttäuscht und niedergeschlagen machte ich erst mal Brotzeit, hatte aber immerhin netten Besuch von jemandem der mir erst mal Teile meiner Brotzeit raubte um mich, quasi zum Dank für die guten Wiener, durch sein Schnurren wieder etwas aufzumuntern versuchte. Mittlerweile war auch die Sonne da und tat ihr Möglichstes um mich ein wenig aufzuheitern was dann schlussendlich auch gelang: Aufgegeben wird nicht, ein Plan B muß her und zwar flott.

Einer Eingebung folgende hatte ich am Morgen noch das Papprohr mit den Mobilantennen in das rollende Shack geschmissen, sie sollten sich als Rettungsanker herausstellen. Die Diamond-Monobander (Länge um die 2,20m) für 10/15/20 waren die einzige Möglichkeit doch noch teilnehmen zu können.

Pünktlich um 17.00h ging’s dann auch los und die Aktivität auf den Bändern liessen den Ärger über das Mißgeschick schnell vergessen. Später sollte sich herausstellen dass der eine oder andere Multi schlicht fehlte aber in Summe lief es dann doch besser als ich erwarten konnte. Als echten Nachteil habe ich den Antennenwechsel empfunden, der mit jedem BAndwechsel auf den Highbands einherging. Nur mal schnell geht nicht, das war echt doof. Die Nacht war kalt und ich war durch den heftigen Aufbau doch ein wenig angeschlagen, zwei Schlafpausen a 2 Stunden habe ich mir gegönnt nachdem die Butternut sowohl auf 40 als auch auf 80 erfreulich gut abstrahlte.

Der Sonntag blieb dann komplett neblig, die Sonne liess sich ganztägig nicht blicken. Der Vormittag verging durch zahlreiche gute runs auf 80 und vor allem 40 wie im Flug. Ich hatte zusätzlich noch Besuch von Wanderern, die sich erklären liessn was ich denn da so treibe und warum ich denn bei der Kälte nicht im Auto koche. ie Zeit für einen kleinen Plausch mit Erklärungen zum Hobby habe ich mir einfach genommen.

Und so sah dann das Ergebnis nach 20 Stunden Betrieb aus:

Band    QSOs    Pts  DXC

3,5     268     628   38

3,5       1      1    0

7     330     872   38

7      43     103    3

14     142     464   33

21     130     456   29

28      70     246   17

28      11      31    2

Total     995   qso’s mit  160 Multis, runde 448.000 Punkte

Ausserdem fällt den geneigten Lesern, die bis hierher durchgehalten haben auf, dass sich da doch tatsächlich 55 SSB-Qso’s eingeschlichen haben. Kein Irrtum, ich hab  mich einfach mal in dieser Betriebsart versucht nachdem böse Zungen sogar behauptet hatten ich sei zu doof zum Brüllfunken. Mein Lehrmeister Mat wäre stolz auf mich gewesen, ich habe ihn übrigens sogar auf 40m gehört, leider jedoch nicht gearbeitet. Betriebstechnisch war das alles sehr ungewohnt aber schon machbar. Ich denke aber es wird  bei diesem einmaligen Versuch bleiben, ist nicht so mein Ding.

Der Abbau verlief unspektakulär in einer knappen Stunde und gegen 19.00h war ich dann auch wieder daheim. Trotz allen Pannen wieder mal ein schöner WAG, auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

DTC-Contest aus dem steyrischen Vulkanland

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Nachdem die letzten Wochen/Monate im qrl doch sehr hart waren hatten wir uns einen (Kurz)Urlaub redlich verdient. Für eine Woche zogen wir in dieses wunderschöne Kellerstöckl in der Nähe von Straden in der grünen Steyermark ein:

unser Kellerstöckl

 Alleinlage ganz oben im Weinberg, der nächste Nachbar ist 200 Meter entfernt. Ich hatte mich über Google Earth natürlich über die Antennenmöglichkeiten schlau gemacht und das Funkomobil entsprechend mit der nötigen Ausrüstung  beladen.

der 12m v.d.Ley-Mast wurde mit Expandern am nächsten Weinbergpfahl befestigt und eine Doublet (2x21m) hochgezogen. Die Antennenenden (Spannrichtung Ost-West) beförderte ich mit meiner patentierten Hunde-Apportier-Weit/Hochwurfeinrichtung in zwei rein zufällig anwesende Nußbäume. Die Speisung erfolgte über das bewährte 300 Ohmkabel von DX-Wire und die Abstimmung besorgte die gute, alte Annecke.

Das Contest-Shack, ursprünglich im Funkomobil vorgesehen wurde aufgrund der strategisch günstigen Lage des Schuppens dortselbst untergebracht

 

Die Antenne lief auf Anhieb auf allen Bändern ausser auf 30m und ich hatte sowohl beim Contest des deutschen Telegrafie Clubs als auch beim DIG Geburtstagscontest und zahlreichen sonstigen Qso’s keine Probleme gehört zu werden. Man kennt mich ja als Freund dieser Antennenform, es freut mich immer wieder zu sehen wie schön das Ding spielt:  Minimaler Aufwand, leicht und leistungsfähig. Wohl dem der noch im Besitz eines „altmodischen“ symmetrischen Tuners ist.

In Summe eine tolle Woche mit vielen Highlights, rein funktechnisch war es 3D2C auf 15 Meter (natürlich in cw), ansonsten lange Spaziergänge in toller Natur, Schwammerl bis zum Abwinken und phantastisches Essen und Trinken.Ein wunderschöner Urlaub mit funktechnischen Akzenten und hohem Erholungswert, wir werden sicherlich wiederkommen.

IARU World Championship bei HB9EE

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Bereits Mitte Mai stolperte ich über eine Mail im BCC-Reflektor, HB9EE suchte für die IARU Championship CW-Operator. Ich setzte mich mit Chris, dem Präsidenten des Teams in Verbindung, wir klärten kurz die erforderlichen Details und schon hatte ich den Job.

Zunächst war ich für HB9HQ cw auf 10m vorgesehen, durch einen internen Tausch im Vorfeld ergab sich dann schlussendlich 15m cw.

Der erste internationale Einsatz des Funkomobils, mit dem ich bereits am Vortag entspannt in Richtung HB9 rollte um das Team kennenzulernen und in Ruhe aufbauen zu können. Chris (HB9ELV), Mischa (HB9EMP) und Wernie (HB9EPW) empfingen mich auf ihrem Hausberg und wir kamen, wohl aufgrund gemeinsamer Wurzeln ;),  sofort bestens miteinander klar. Das HB9EE-Team vertrat die Farben der Schweiz auf 160m SSB während ich, zusammen mit Michael (DL1II) und Karl (DK2GP) auf 15m an den Start gingen.

Die vorhandene Antennenanlage war schlichtweg vom Allerfeinsten: Zusätzlich von einem 5-Ele-Monobander in 26m Höhe hatten wir noch einen Optibeam 9-5 zur Verfügung, gekoppelt über einen Stackswitch der sowohl den parallelen als auch den exklusiven Betrieb beider Beams ermöglichte. Zwar hatte ich zum K3 die KPA-500 im Gepäck, Chris stellte mir aber eine seiner Yaesu VL-1000 zur Verfügung um noch ein wenig hörbarer zu sein.

Es war schon ein beeindruckendes Bild dem BW-Masten (ja, es ist exakt der, den man auf der HAM Radio 2011 in der Halle bewundern konnte) beim Ausfahren zuzuschauen. Zusammen bauten wir auch noch die Beverages für 160m sowie eine Delta Loop für dieses Band auf, alles klappte wie am Schnürchen und wir begannen pünktlich und ohne Besuch des Kollegen Murphy.

Michael (DL1II) in Aktion

Es lief auf 15m von Anfang an hervorragend, der Andrang war beachtlich und erst gegen Mitternacht schloß das Band dann endgültig. Am Sonntag war es dann etwas dünner aber durchaus noch akzeptabel sodass wir am Ende mit 1180 Qso’s das letztjährige Ergebnis locker verdoppeln konnten. Es war eine Freude mit Michael und Karl zusammen zu arbeiten, kein Stress, gute Raten und ein vorzeigbares Ergebnis sorgten für rundum zufriedene Mienen 😉

Leider hatten unsere Schweizer Freunde auf 160m einen deutlich schwereren Stand. Es war unglaublich mühevoll zumindest auf knappe 260 Qso’s zu kommen. Am Einsatz und am Equipment ist es sicherlich nicht gelegen, die im Sommer ja schon im Normalzustand schwierigen Bedingungen wurden durch die Sonnenaktivität nochmals verschlechtert.

Besonders erfreulich war aber auch der gesellige Teil. Wir hatten bei absolut entspannter Contest-Atmosphäre jede Menge Spaß, haben ein paar Bierchen geleert, jede Menge Neuigkeiten ausgetauscht und zu guter Letzt auch noch neue Funkfreunde gefunden als es am Sonntag Nachmittag nach gemeinsamem Abbau an die Heimfahrt ging.

Ich bedanke mich herzlich bei den Jungs von HB9EE für die erwiesene Gastfreundschaft. Obwohl wir altersmässig eine ganze Generation auseinanderliegen verbindet uns die Begeisterung für unser wunderschönes Hobby.  Besonders freut mich der tolle Nachwuchs in HB9, ich bin mir sicher dass wir von diesem jungen Contestteam zukünftig noch jede Menge hören werden.

Auch das Funkomobil hat sein internationales Debut bestens überstanden und empfiehlt sich somit für weitere Unternehmungen dieser Art. Schaun wir mal was als Nächstes kommt …

PC an Bord

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Dieses Thema ging mir schon seit längerem im Kopf herum, es wollte sich einfach keine vernünftige Lösung einstellen. Das Kernproblem liegt in der Stromversorgung des PC’s. In der Notebookwelt gibt es 12V-18V-Spannungswandler ohne Ende doch leider sind diese Teile geradezu berüchtigt für die durch ungenügende Schirmung bzw. Verdosselung erzeugten Störungen. Für meinen Einsatzzweck also ungeeignet, vereinzelt wurden zwar störungsfreie Exemplare gesichtet aber ich hatte keine Lust auf die Try&Error-Methode.

Besser sieht es an der Front der Wechselrichter 12V – 220V aus, vor allem was Störungen betrifft. Von daher wäre das ein gangbarer Weg, allerdings stören mich hier die doch erheblichen Wandlerverluste, auch eine 200 Ah-Batterie ist damit schneller leer als einem lieb ist.

Beim Testen der in meiner PC-Bastelkiste vorhandenen Komponenten fiel mir ein Mini-ITX-Board von Intel in die Hand, das ich vor längerer Zeit mal für ein anderes Projekt gekauft hatte das aber unvollendet blieb. Eingebaut in ein  Gehäuse in Zigarrenkistengrösse, welches über eine 12V-SV (!!!) verfügt gefiel schon mal die für meinen Einsatzzweck perfekte Grösse; ein Test im Fzg zeigte absolut keine Störungen im KW bzw. VHF-Spektrum.

Zwar ist die Atom-CPU nocht berauschend schnell, für die Themen Logprogramm und alles was dazugehört reicht es aber dicke aus. Im Moment werkelt im Minigehäuse noch eine alte Notebook-Festplatte deren Ersatz durch eine kleine SSD-Platte aber noch  für einen spürbaren Performanceschub sorgen wird. Die Kosten dafür sind mittlerweile bezahlbar.

Bleibt der Monitor: Noch vor einigen Jahren wurde viele TFT’s mit externem 12V-Netzteil angeboten, in meinem Labor im Keller stand noch ein 15″-Exemplar aus dieser Zeit und so lag es nahe diesen Monitor zu verwenden. In Summe benötigt diese, mittlerweile fest eingebaute Kombination aus Board und TFT bei 12V 4 Ampere. Das ist nicht wenig aber noch akzeptabel wenn man auf PC-Logging nicht verzichten will.

Zu meiner besonderen Freude verfügte auch das vorhandene Uralt-Display über die VESA-Standardbefestigung so dass ich mir eine kleine, praktische  Wandbefestigung statt des doch recht voluminösen Standfusses besorgte. Die komplette Lösung überzeugt mich sowohl durch ihre Kompaktheit als auch durch die Leistungsfähigkeit.

Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung, es ist mir jetzt möglich in der 100W-Klasse ohne den Generator anzuwerfen 12 Stunden autark arbeiten zu können. Der Einsatz eines Solarpanels bietet sich förmlich an um Reserven zu schaffen und ist zudem sehr zeitgemäß.  In der Phase 2 meines Ausbaus werde ich das Thema weiter betrachten.

Macht doch watt ihr Volt

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Nachdem die Isolation der Seitenwände und deren Verkleidung schnell von der Hand ging begann jetzt der spannendere Teil der Einrichtung, die Stromversorgung.

Ich habe geplant zunächst sowohl aus einer autarken Batterie (ohne Anschluß an die Lichtmaschine) als auch durch 220V vom Honda Strom beziehen zu können. Später soll dann ein Solarpaneel auf dem Dachträger dazukommen, hier tüftele ich im Moment aber noch an einer Lösung, die auch einen Notebbok ohne (!) Wechselrichter aufladen kann.

Die Installation ist daher übersichtlich:

  • Eine 12V – AGM-Batterie mit 200 Ah Kapazität
  • Ein USV-Controller von West Mountain Radio
  • Ein Schaltnetzteil
  • Ein Powerchecker ebenfalls von WMR
  • Eine Netzstromleiste für 220V sowie eine Verteilerleiste für die 12V-Installation

Der Einbau der Batterie war aufgrund des stattlichen Gewichts mühevoll, sie muß für den Fall eines Unfalls gut gesichert und trotzdem halbwegs leicht erreichbar sein. Der Rest wurde übersichtlich auf einem Restholzbrett verschraubt und auf den verkleideten Radlauf unter dem Arbeitstisch gesetzt. So kann man nicht versehentlich dranstossen und hat trotzdem im Falle eines Falles alles schnell im Blick.

Ein abschliessender Test funktionierte wie erwartet; der USV-Controller kann max 40 A liefern; solange 220V anliegen lädt er parallel zum Funkbetrieb die Batterie (sogar mit spezieller AGM-Kennlinie) nach. Fällt der Generator aus so wird unterbrechungsfrei auf Batteriestrom umgeschaltet.

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