Neues zur Norcal Doublet Ultralight

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Eine kleine aber feine Nachrüstung habe ich mittlerweile noch nachgezogen. Auf Anregung von Peter (DL2FI) und anch einer Idee von Uli (DL2LTO) habe ich mir aus 3 mm Sperrholz eine Haspel in Form eines K ausgeschnitten, auf der die komplette Antenne (erst die Strahler incl der Maurerschnur zum Abspannen, dann der Feeder) aufgewickelt wird.

Die Ultralight auf der Haspel

Das Ergebnis ist wirklich verblüffend. Ich habe bislang noch mit jedem Kabel in kürzester Zeit einen Wuhling beim Abwickeln produziert und  das hier verwendete LAN-Kabel ist geradezu prädestiniert zur Erzeugung eines Kabelverhaus, der permanent in mühsamer Kleinarbeit entwirrt werden muss. Seitdem ich jedoch über Kreuz auf diese Haspel wickele ist dieser Effekt tatsächlich verschwunden und das Handling der Antenne hat sich deutlich verbessert.  Absolut empfehlenswert und leicht herzustellen. Gesamtgewicht der kompletten Antenne mit Maurerschnur auf Haspel beträgt 120gr.

Nach nunmehr 12 Gipfeln mit zusammen mehr als 170 Qso’s (die meisten auf 30m, einige auf 40m und noch weniger auf 20m) kann ich sagen, dass die Suche nach „der“ SOTA-Antenne für mich ein Ende hat. Im Zusammenspiel mit der wirklich exzellenten ZM-4 und meiner 7m-Angelrute habe ich mein Dreamteam gefunden. Selbst auf Gipfeln mit sehr wenig Platz war es mir immer möglich die Antenne zu installieren ohne andere über Gebühr zu stören und die erhaltenen Rapporte sprechen für sich.

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Navigation und Sicherheit bei SOTA-Aktivierungen

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Das Thema Navigation ist in alpinen Regionen sehr wichtig. Wer jemals jenseits der Baumgrenze von einem Unwetter überrascht wurde oder auf dem Rückmarsch kurz vor dem Dunkelwerden plötzlich erkennen musste, dass der gutgemeinte Abkürzer im Nirwana endet. weiß wovon ich spreche. Navigation bedeutet auch Sicherheit!

Kartenmaterial des Alpenraums gibt es, als besonders empfehlenswert gelten die DAV-Karten, erhältlich im gutsortierten Buchhandel. Sehr gut geeignet zur Tourplanung und früher hatte ich sie mangels besserer Alternativen auch im Rucksack dabei. das Hauptproblem dabei jedoch: Die Karte sagt mir leider nicht, wo genau ich mich in ihr denn befinde wenn ich sie zu Rate ziehe. Das ist Jedem schon passiert und kann sich im Enstfall zu einem heftigen Problem auswachsen.

Für den GPS-Benutzer jedoch gibt es jetzt  eine hochinteressante Option, die bei mir seit Neuestem Dienst tut: Die kompletten DAV-Karten auf einer Speicherkarte für Garmin-Geräte.

Es handelt sich um sehr detaillierte Rasterkarten (daher nicht auf allen Garmins lauffähig) in gewohnter DAV-Qualität. 59 Blätter des kompletten deutschen und österreichischen Alpenraums, als POIs (Point of Interest)verzeichnet sind sämtliche Gipfel, Pässe, Orte, Hütten, ergänzt durch ein Hüttenverzeichnis (mit Telefonnummern) für den absoluten Notfall. Das besondere der Rasterkarten sind sehr genaue Detailansichten; mit etwas Übung erkennt man selbst bei fehlenden Wegen mögliche Aufstiegsrouten, die gangbar sind ohne an Felswänden o.ä. zu scheitern. Zur Erläuterung: Im SOTA-Programm der Alpen sind zahlreiche Gipfel, zu denen es keine ausgewiesenen Wege gibt. Hier muß man besonders sorgfältig planen und halbwegs gangbare Routen wählen. Die eine oder andere Überraschung kommt dann meistens noch wenn man das Gelände in Natura sieht 😉 .

Bereits die Planung macht grossen Spass: Ich entscheide mich für eine Auf- und Abstiegsroute und zeichne am PC dazu einen Track. Sobald der feststeht (Gesamtlänge wird errechnet) und passt wird er zum GPS-Gerät geschickt,  legt sich dort (in konfigurierbarer Farbe/Form) über die Karte und erleichtert mir damit die Orientierung bei meiner Gipfeltour.  Besonders wertvoll ist das bei nicht vorhandenen Wegen. Ich kann mich vor Ort aufgrund der Geländegebenheiten für eine Variante entscheiden, sehe aber immer noch die ursprünglich geplante Route.

Ich verwende im Moment einen Garmin Oregon 450; als Stromversorgung dienen 2×1.5V Eneloops. Die halten 8-12 Stunden, im Rucksack sind Ersatzakkus für den Fall der Fälle.  Mit dieser Ausrüstung hat man zusätzliche Sicherheit dabei und kann entsprechend planen. Vorsicht ist jedoch weiterhin angebracht, ein Unfall abseits bekannter Wege wäre der Supergau und ich stelle immer wieder fest, wie groß die Handy-Empfangslücken im Gebirge sind. CW hin oder her, für solche Notfälle ist eine  der bekannten VHF/UHF-Handfunken im Rucksack sicherlich hilfreich.

Nachdem ich grundsätzlich allein unterwegs bin erhält die XYL einen Ausdruck des geplanten Tracks in dem auch der  Parkplatz des Autos ersichtlich ist.  All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass mir im Fall der Fälle geholfen werden kann; hoffen wir dass dieser Fall neimals eintritt.

DL/MF-080, der hohe Traithen

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Nachdem das Wetter in letzter Zeit für  SOTA eher suboptimal war entschied ich mich nach intensivem Studium von Wetter.com sehr kurzfristig für eine Aktivierung während der Woche  (Dienstag, 26.7. 2011).  Der hohe Traithen ist mit 1852 Metern einer der größeren Erhebungen im Mangfallgebirge und wurde bislang erst ein Mal aktiviert.

Wir starteten um 0400h in Gröbenzell und erreichten den Wanderparkplatz Rosengasse (1100m) um 05.30h. Es galt knappe 800 Höhenmeter zu bewältigen und auf den Wanderschildern war eine Marschzeit von 3 Stunden angegeben. Schon auf der Etappe bis zur Fellalm, im Sattel zwischen kleinem und großem Traithen, wurde klar, dass das heute kein Zuckerschlecken wird. Der Regen der Vortage sorgte für jede Menge Batz, das Almvieh hatte die Wege in morastige Schlammoasen verwandelt, die ein Vorankommen erschwerten. Ein ums andere Mal sank ich bis über (!) den Rand der Bergstiefel ein und  wir beide sahen, endlich am Sattel in 1600m Höhe angekommen entsprechend verdreckt aus. Der Rest des Weges über den Nordgrat bis hinauf zum Gipfelkreuz ist sehr steinig und   mit freiliegenden Latschenwurzeln durchsetzt. Alles war noch ziemlich feucht und rutschig, mit meinen völlig verdreckten Schuhen wahrlich kein Kinderspiel. Jule zeigte mir einmal mehr wie überlegen ihr 4-Pfotenantrieb wirklich ist; selbst in kniffligen Passagen hatte sie keine Haftungsprobleme.

am hohen Traithen

Um 0800h am Gipfel angekommen folgte zunächst mal der Hundehöhepunkt jeder Tour:  die ausgiebige Bergbrotzeit. Danach machte Jule es sich zu einem Verdauungsschläfchen gemütlich während ich die Norcal-Doublet aufrichtete. Da es am Traithen sehr ruhig zugeht und während der Woche noch weniger Betrieb ist entschied ich mich für eine Befestigung der Stipprute direkt am Gipfelkreuz;  eigentlich schickt sich das ja in alpinen Kreisen nicht.

Das erste cq auf 10.118 MHz erfolgte um kurz vor 0900h und es entwickelte sich aus dem Stand ein Pileup, mit dem ich so eigentlich nicht gerechnet hätte. Einmal mehr staunte ich über die Leistungsfähigkeit der Norcal; nach 30 Minuten hatte ich exakt 50 Stationen im Log (I, S5, CT, EA, HB9, DL, PA, OZ, SM, G, UA) und bekam ausgezeichnete Rapporte.  Gegen 10.00h traten wir bereits wieder den Abstieg an nachdem die Ausrüstung abgebaut und im Rucksack verstaut war und die Schuhe notdürftig getrocknet und gereinigt waren.

Auch der Abstieg war wieder eine Schlammschlacht allererster Güte; von daher war Großreinemachen angesagt als wir nach etwa 2 Stunden den kleinen Bach oberhalb der Rosengasse erreichten. Jule genoß ihr Bad in den  kleinen Gumpen sichtlich und nach gefühlten 5 Minuten war das abfliessende Wasser so klar, dass ich Schuhe und (!) Strümpfe vom anhaftenden Lehm reinigen konnte. Alles in allem ein toller Tag und eine Superaktivierung, die Lust auf mehr macht.

Die Norcal-Doublet ultralight

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Nachdem ich ja auch im im heimatlichen Shack auf den unteren Bändern mit einer Doublet unterwegs bin lag es nahe auch auf Bergeshöhen eine leichte Variante dieser Antenne zum Einsatz zu bringen. Ich machte mich auf die Suche nach Fundstellen im Web und stiess schnell auf die Norcal-Doublet, eine Drahtantenne mit 2 x 6,7m Strahlerlänge und einer symmetrischen Speiseleitung von 8,5m.  Die Antenne spielt, einen symmetrischen Tuner vorausgesetzt auf 40m, 30m, 20m, 15m und 10m.

Ein Probeaufbau mit der 300 Ohm-Flachbandleitung von DX-Wire erbrachte schon sehr gute Ergebnisse, noch einen Schritt weiter in Richtung Gewichts- und PLatzersparnis brachte mich der Hinweis von Peter (DL2FI) es doch mal mit gestripptem Twisted-Pair -Kabeln zu versuchen. Diese Kabel aus dem Netzwerkbereich sind leicht zu bekommen. Entfernt man die Stecker und den Mantel sowie die darunterliegende doppelte Schirmung so erhält man 4 ineinander verdrillte Kabelpärchen von denen nur eines benötigt wird. Um absoluten Leichtbau zu erreichen habe ich einen Schrumpfschlauch um das verdrillte Ende (an der Matchbox) angebracht sowie einen weiteren nach 8,5 Metern aufgeschrumpft. Nach diesem „Mittelstück“ wurde der Rest des Kabels einfach entdrillt, die beiden entstehenden Schenkel dienen als Strahler.

Jetzt noch eine ZM-4 (an dieser Stelle vielen Dank an Frank, DH0JAE)   um das Gebilde abzustimmen und siehe da; ein erster Test auf dem Grünten (DL/Al-150) brachte auf 40/30/20 schöne Rapporte und 26 geloggte QSO’s in 30 Minuten. Verwendet wurde hierbei eine 7m lange Angelrute, die keine Probleme hatte das federleichte Antennengebilde zu tragen. Inverted-Vee mit Maurerschnur abgespannt  gab es selbst bei stärkerem Wind keine Probleme. Die Drähte reissen nicht so leicht wie angenommen und auch eine Längung ist bei diesem Antennentyp absolut unkritisch.

Die Norcal Ultralight

Die Waage zu Hause zeigte mit den Aufwickelteilen aus Plexiglas gerade mal 70gr, rechnet man die ZM-4 mit 350gr dazu so bleibt man deutlich unter einem halben Kilo und ist damit absolut SOTA-tauglich.

Weightwatching tut Not

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Leider fühlte sich der Rucksack auch bei meiner zweiten SOTA-Unternehmung nicht leichter an und es wurde somit schnell klar, dass der Spass an der Sache nur mit intensiver Gewichtsreduktion erhalten werden kann. Akribisch wurde der Inhalt des Rucksacks mit der Küchenwaage vermessen, die Ergebnisse waren schon ernüchternd:

  • Bleiakku 12V 7.2 Ah 2600 gr
  • Buddistick  komplett in Tasche mit langem Teleskop
  • Ministativ als Unterbau für den Buddipole
  • Analyzer zum Abgleich des Buddisticks 600gr

Beim Akku kam ich schnell zu einem befriedigenden ERgebnis: Die im Modellbau üblichen LiPo-Akkus wiegen bei vergleichbaren Kapazitäten nur einen Bruchteil des grossen Blei-Akkus. Ich habe mich für 2 Stück 3-zellige Akkus mit einer Kapazität von zusammen 6.6 Ah entschieden. Die Tiefentladungsgrenze dieser Akkus liegt bei 9.0V, die Ladeschlußspannung bei 12.6V, das verkraftet der K2 problemlos (max. 15V). Tiefentladung ist bei Lipos kritisch, der K2 ergänzt sich durch seine automatische Abschaltung ab 9.0V

Fazit nach dem ersten Testeinsatz auf DL/MF-112: Gewichtsersparnis von 2,1 kg, einwandfreie Funktion und zusätzlich noch erheblich weniger Packvolumen als der Bleiakku; Gewichtsersparnis von 2,1kg!

so sehen die neuen Akkus aus

DL/MF-091, der Sulzberg

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Die technischen und logistischen Vorbereitungen sind abgeschlossen, es ist Karfreitag kurz nach 10.00h Vormittag und wir befinden uns in dichter Autokolonne auf der BAB Salzburg.

  • Erste Erkenntnis: Der frühe Vogel fängt den Wurm, das gilt wohl auch für die Bergsteigerei

Naechstes Mal stehen wir frueher auf, als wir endlich in Brannenburgangekommen sind ist esbereits 11.00h und mit 27 Grad schon ziemlich warm. Zum Glück ist beim Sulzberg nur der Gipfel selbsto unbewaldet sodass wir beim Aufstieg im schattigen Bergwald nicht allzuviel leiden müssen. Als sehr hilfreich stellt sich der Garmin mit der Topo Deutschland heraus, tatsächlich ist jeder Fußsteig verzeichnet und wir sind nicht allein auf die Wegbeschreibung angewiesen.

  • Eine gute Karte, gerne auch elektronisch ist hilfreich, bei den Tourenbeschreibungen sollte man beachten, dass die von und für Bergsteiger gemacht sind.

Die letzten Höhenmeter waren in der Mittagshitze mit dem doch sehr schweren Rucksack  ziemlich heftig aber wir haben es geschafft; jetzt erstmal eine ausgiebige Brotzeit auf der Gipfelbank, vor uns ein wunderschönes Panorama.

  • Auszug aus dem Gipfelbuch: „Dem Himmel nah, der Arbeit fern, so hammas gern“

Nachdem die Atmung sich normalisiert hat und der Bauch  gefüllt war begann ich mit dem Aufbau der Station. Ein Buddistick mit 6 „buried radials“ dient als Antenne und gleich zu Beginn stelle ich fest, dass die zu Hause mühsam ermittelten Abgreifpunkte auf der Mittelspule hier oben leider nicht mehr stimmen. Ich hatte das schon vermutet und daher den Analyzer mitgenommen, weil eine reine Abstimmung  nach Gehör (max. Rauschen) in der Praxis dann doch nicht so einfach ist wie in der Theorie angenommen.  Der Rest ist schnell aufgebaut, ein paar Mal auf 10.119 Mhz cq gerufen und schon füllt sich das Log ohne dass großartig Hektik aufkommt. In Summe habe ich mit Auf/Abbau und 10 qso’s eine knappe Stunde Gipfelfunk betrieben. Im Log standen G, OZ, F, YO und DL, die erhaltenen Rapporte waren durch die Bank zwischen 559 und 579, die Antenne scheint gut zu spielen.

DJ3CQ/p @ work

Gegen 13.30h beginnen wir mit dem Abstieg, der Rucksack drückt zwar mittlerweile heftig aber wir kommen dennoch gegen 15.00h erschöpft aber zufrieden am Auto an.

Warum eigentlich SOTA?

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Nachdem die Rundungen um meine Leibesmitte mal wieder stark zugenommen haben steht ein wenig mehr Bewegung an der frischen Luft an. Hier bietet sich das schöne SOTA-Programm an, in für mich idealer Weise kombinieren sich hier jede Menge Pluspunkte:

  • Im schönen Bayern gibt’s jede Menge Berge, die ich bislang nur von unten kenne. Man kann sich aus reichhaltigem Angebot bedienen und Gipfel ersteigen, die dem jeweiligen Fitnessgrad entsprechen.
  • Sowohl die YL als auch der Bergrettungshund Jule gehen begeistert mit und tolerieren das knappe Stündchen Funkerei am Gipfel.
  • Die Beschäftigung mit dem nötigen AFU-Equipment, das Anfertigen leichtgewichtiger Antennen und die Planung solcher Aktionen machen auch in der Vorbereitung Spass.
  • Auch das Hobby Geocaching kann ideal mit SOTA-Aktivitäten verknüpft werden..

Auf geht’s packen wir’s; der Berg ruft!