Die Clubmeisterschaft 2011 geht dem Ende zu, es gilt noch alle vorhandenen Reserven zu mobilisieren um für den Ortsverband Dachau (C06) eine gute Platzierung  einzufahren. Nachdem meine häusliche UKW-Lage eher suboptimal ist geht’s auf einen Hügel im Outback. Mein mobiles, gerade erst fertiggestelltes Shack hat nach einer geglückten Generalprobe beim diesjährigen 10m-Contest heute seine Premiere:

Der Caddy ist für solche Aktionen schlicht ideal. An die Stelle der serienmässigen Kunstoff-Heckablage tritt eine solide Fichten-Stäbchenplatte. Ist etwas tricky einzufädeln, hält dann aber problemlos das nicht unerhebliche Gewicht der Station. Die umgeklappten Rücksitze dienen als Sitzfläche und stehen nahezu ideal sowohl in der Höhe als auch im Abstand zum Tisch. Allenfalls der Komfort einer Rücklehne wird vermisst, da kann man sich aber zur Not mit einem Kissen behelfen.

... Platz ist in der kleinsten Hütte ...

Gleich vorweg mal die neuen Erkenntnisse, die bei diesem Contest hinsichtlich der Technik gewonnen wurden:

  • Sehr gut bewährt hat sich das selbstgebaute Rack, deutlich mehr Arbeitsfläche  für den OP!
  • In CW muß die PA auf 500W reduziert werden, bin mir nicht sicher ob der Honda mit den Lastimpulsen bei cw fertig wird.
  • Die Ablaufsteuerung ist nach wie vor suboptimal, erst mit dem Fußschalter lief es rund.
  • Der neue 220V LED-Strahler in der IKEA-Lampe braucht tatsächlich nur 12W und ist fast schon zu hell. Rotlicht wäre toll, erhöht allerdings das Risiko eines Besuchs des grünen qrl’s.
  • Dichte Headsets sind Pflicht, die Beko ist einfach zu laut!
  • Die Gasheizung fror diesmal nicht ein, Verbrauch 2 Kartuschen, erträgliche Temperaturen aber immer noch fußkalt.
  • Natürlich war auch Murphy zu Besuch, ein mehrfach getestetes Kabel wollte plötzlich nicht mehr und der Rotor verweigerte anfangs die Zusammenarbeit, da hatte ich aber nur nicht richtig hingeschaut. Das übliche Chaos brach los, der Mast mußte nochmals abgebaut werden um an das Kabel zu kommen und als Konsequenz wurde dann auch noch die Zeit zu knapp und der Mast schief abgespannt 😉   
zähe Nebelsuppe am Sonntag Morgen

 Verbesserungspotential fürs nächste Mal habe ich auch schon ausgemacht:

  •  Bei cw-only Betrieb mehr Sprit mitnehmen (benötigt wurden ~20l)
  • Das Rack muß unten um 2 cm gekürzt werden, die Beko steht sonst oben am Dach an und das führt zu unschönem Klappern durch den Lüfter.
  • Der Rotor muß mit 24V betrieben werden, 12V sind  zu langsam…
  • Die Rotorsteuerung ist bei Sonnenschein  extrem schlecht ablesbar und bedarf einer Blende. (oder ins Rack auf den DB6NT stellen)
  • Netzteil in den Fußraum, bringt etwas mehr Arbeitsfläche, versehentliches Ausschalten mit den Füssen muß aber wirkungsvoll verhindert werden.
  • eine Kokosmatte o.ä. gegen die Fußkälte

An der Antennenanlage gibt es auch noch etwas zu tun:

  • Die 6-Ele sind super, kein Problem für den Mast
  • Wie errechnet man den optimalen Stockungsabstand (1,4m war wohl etwas zu wenig, oder?)
  • Kabellängen bis zum Anpasstopf (Darf man da eine beliebige Länge nehmen, optimal wären 2m statt der vorhandenen 3m???)

Der Contest selbst lief an sich gut, im Log standen am Ende etwa 230 Verbindungen mit runden 80.000 Punkten. Die meiste Zeit war ich  „running“ unterwegs, S&P nur dann wenn sich auch nach dem hundertsten CQ partout keiner melden wollte.  Die große Liebe zu UKW stellt sich aber bei mir auch nach dieser Aktivität nicht ein.

Fazit:

Hat in Summe trotz vereinzelter Probleme toll funktioniert, der Aufwand einer solchen Aktion ist allerdings nicht zu vernachlässigen…

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