TC7T – Merhaba Trabzon!

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Wie so oft begann alles mit einer Mail, die mich im aktuellen Fall via Reflektor eines im Westen der Republik ansässigen und weltweit bekannten Contestclubs erreichte. Eine kleine Gruppe aufrechter Telegrafisten plant die Teilnahme am WAE CW 2014 aus dem asiatischen Teil der Türkei und sucht noch ambitionierte Teilnehmer.

Der Tag im Office hatte bereits mittelmäßig begonnen und sich danach auch nicht sonderlich zu meinen Gunsten entwickeln können; diese Mail  jedoch hatte das Potential zur „Mail des Tages“. Solche Chancen muss man nutzen, bereits wenige Minuten später war meine Antwort auf dem Weg und ein längeres abendliches Telefonat zeigte schnell Übereinstimmung im Wesentlichen, der Topf passte unter den Deckel  🙂

Zur Verfügung steht uns eine Clubstation in Trabzon; einer Hafenstadt am schwarzen Meer  im Nordosten der Türkei. Die sehr leistungsfähigen  Antennen stehen auf einer Anhöhe hinter der Stadt mit direktem Blick und idealem Takeoff übers Meer in Richtung Europa.

Mittlerweile sind die Flüge bereits gebucht, sowohl die Flugdauer (mit Stoppover in Istanbul)  als auch der Ticketpreis liegen im erträglichen Rahmen, besonders amateurfunkfreundlich ist übrigens die Freigepäckgrenze von 32 kg. Wir werden am Abend des Donnerstag  vor dem Contest dort aufschlagen und am folgenden Dienstag wieder in Richtung Heimat aufbrechen.

Die Personalplanung ist noch nicht abgeschlossen, das Kernteam bilden im Moment Erhard (DL5JQ) und ich. Ein besonderes Highlight wäre die Teilnahme von Roger (ZS6RJ); er kommt gerne, hat allerdings noch einen Paralleltermin, der zu zeitlichen Problemen führen könnte; man wird sehen wie es weitergeht.

Ich freue mich auf alle Fälle schon auf einen flotten Contest aus einer interessanten Gegend mit dem Vorteil, auf der guten Seite der QTC’s sitzen zu können 🙂

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Zur IARU WCS in die Schweiz

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Alljährlich im Juli geht’s in die Berge, genauer gesagt die Schweizer Berge. Chris (HB9ELV), der Präsident von HB9EE brauchte ein paar CW-Legionäre und den Termin hatte ich mir selbstverständlich freigehalten.. In diesem Jahr war sogar noch für zusätzliche Verstärkung gesorgt: Bereits am Donnerstag Abend fuhr ich zum Flughafen und wartete dort auf den Flieger aus Kopenhagen. An Bord mein alter Freund Kenneth (OZ1IKY). Ich hatte ihn vor einigen Jahren bei OZ5E kennengelernt und den Kontakt seither nicht mehr abreissen lassen.

Bei einem gemütlichen Absackbierchen auf unserer Terasse erzählte er mir exklusiv von seinem Pazifikabenteuer, seinen Vortrag auf der HAM zum Thema TX5K hatte ich wegen des Geburtstags der YL leider auslassen müssen.  Besonders gefreut habe ich mich über ein kleines Mitbringsel aus dem Pazifik, es wird einen Ehrenplatz im Shack erhalten.

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Am nächsten Morgen wurde dann gemeinsam das Auto beladen, ein paar Einkäufe gemacht und ab ging es in Richtung HB9. Bereits um 16.00h begannen wir mit dem Aufbau. Chris hatte wie üblich schon jede Menge Vorarbeit geleistet und so gut wie alle Antennen auf die diversen Masten verteilt. Wir hatten in diesem Jahr zusätzlich zu 15m cw auch noch 10m cw zugeteilt bekommen, mit zwei Tagbändern und 5 ops sollte es nicht langweilig werden. Als 10m-Station diente mein K3 mit der Expert 2000, über einen Stackmatch hatten wir 2 Beams und eine GP zur Verfügung. Die erwarteten Probleme mit Endstufe und Aggregat blieben wegen cos(phi)=1  (ein Insider) aus und so konnten wir den Abend am Grillfeuer in aller Ruhe ausklingen lassen ehe wir uns auf unsere Feldbetten zurückzogen. Der Tag war (wie das ganze Wochenende) sehr heiß und wir genossen die Übernachtung unter freiem Himmel, bewacht von Jule, der Teamassistenz.

Am nächsten Morgen dann noch letzte Vorbereitungen und ein kleiner Rückschlag: Karl-Heinz (DK2GP) fiel kurzfristig aus und auch Michael (DL1II) musste wegen einer fieberhaften Erkältung ein wenig kürzer treten. Kurz vor Beginn schaute dann noch Freund Murphy vorbei, war aber nicht zum Mitmachen zu bewegen. Stattdessen hinterließ er uns PC-Probleme an der 15m-Station die zu einem verzögerten Beginn führten.

Auf 10m lief zunächst alles nach Plan, die Bedingungen waren allerdings nur mittelmässig und die Rate tröpfelte recht lustlos dahin.  Etwas Abwechslung in die eintönige Funkerei brachte dann die Expert, die mit sehr hohen Compiler-Temperaturen auf sich aufmerksam machte und nur noch einen Output von etwa 400 Watt zuließ.

Andy, Kenneth, Jule, Chris, Jo, Miichael (v.l.n.r.)

HB9HQ 10/15m-CW-Team: Kenneth, Andy, Jule, Chris, Jo, Miichael (v.l.n.r.)

Egal, wir haben das Ding auf beiden Bändern sauber nach Hause gefahren: Auf 15m sind wir nur knapp am Vorjahresergebnis gescheitert, das war der verpassten Stunde zu Beginn geschuldet. Auf 10m brachte uns ein starker Endspurt dann doch noch in die Nähe von 600 Qsos, was wir angesichts der Bedingungen durchaus als Erfolg werteten.

Gemeinsamer Abbau, ein letztes Händeschütteln und ab ging es in Richtung Heimat, die Dusche dort nach 48 Stunden Gluthitze war wahrlich kein Luxus 🙂

1st „Kicks on Six“ 2013

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Ein paar Betriebserfahrungen habe ich schon sammeln können nachdem sich tatsächlich pünktlich zum Wonnemonat die für Überreichweiten nötigen Es-Wolken nahezu täglich einstellen. Eines kann ich jetzt schon vorwegnehmen, 6 Meter macht richtig Spaß!

 Zunächst zur Technik: Der TS-2000 schlug sich wacker, trotzdem hängt die 6m-Antenne mittlerweile am 2ten Antenneneingang des K3. Der Grund dafür ist eigentlich einleuchtend, da hätte ich durchaus auch vorher draufkommen können: Der Panadapter P3 bringt bei der täglichen Bandbeobachtung deutliche Vorteile: Auf 50.095 MHz zentriert und mit einer Spannweite von +/- 7.5 kHz  habe ich den kompletten cw-Teil des Bandes im Blick und bin entsprechend gut informiert wenn’s denn nun mal los geht.  

So war das auch Gestern am frühen Abend, als „von gleich auf jetzt“ plötzlich jede Menge Signale im überwachten Segment zu sehen waren: Die erste großflächige Es-Öffnung des Jahres 2013! Richtung Norden (EI, GW, GM, G, SM, LA) und ebenfalls nach Süden (IT9, IS, EA, EA6), die qsos purzelten nur so in’s Log. Besonders gefreut hat mich, dass trotz meiner wohl eher suboptimalen HB9CV in der Regel gleich der erste Anruf zum Erfolg führte. EA6BB war der Star des frühen Abends, sein Signal (599+30) wurde von keinem anderen getoppt. Tnx newone Kepa!   

Es war sogar noch Zeit für einen A/B-Vergleich des K3 mit dem TS-2000: Mag sein dass der Kalifornier rein meßtechnisch etwas unempfindlicher ist, meine Ohren haben allerdings nur einen minimalen Unterschied festgestellt, der von dem Vorhandensein des Panadapters  und der deutlich überlegenen Noisereduction mehr als aufgewogen wird.

Schaun wir mal, die Saison hat ja gerade erst angefangen und ich werde sie nutzen um ein wenig Know How auf diesem Band zu sammeln. Verbesserungspotential bietet wohl in erster Linie  die Antenne und deren Höhe über Dach aber da fällt mir bis zur Saison 2014 sicherlich noch etwas ein.

Umbau im Shack

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Ich habe mir fest vorgenommen 2013 endlich mal meine seit Jahren eingeplanten 6m-Aktivitäten zu beginnen. Schon auf der letzten HAM-Radio wurde eine HB9CV für das Magic Band angeschafft und sobald das Dach wieder vom Schnee befreit ist möchte ich die dann unter der X-50 platziert in die Luft hängen.

Auch die Sache mit dem Trx war nicht ganz einfach: Der K3 scheint ja ohne VV für 6m prinzipbedingt ein wenig hörbehindert zu sein. Eigentlich kein Problem, bei den genialen Patchmöglichkeiten des Amerikaners  kann ich jederzeit einen Vorverstärker in den RX-Zweig einpatchen, der dann auch nur bei 6m-Betrieb zugeschaltet wird. Dummerweise hängt da aber schon mein Perseus, der mir zusammen mit dem Skimmer bei der Suche nach DX behilflich ist.

Irgendwann reifte die Idee es doch mal mit einem Trx zu versuchen, der VHF/UHF/6m bedient; ich landete beim Icom 9100 und empfand ihn (bis auf den Preis) zunächst mal als geeignet. Mehr aus Zufall bin ich dann über den schon etwas betagten Kenwood TS-2000 gestolpert, der ja, verglichen mit dem Icom, geradezu zum Schnäppchenpreis angeboten wird. Der Rx auf 6m/2m/70cm wird als brauchbar bezeichnet solange man nicht die DB6NT-Transverter als Referenz heranzieht; für KW plane ich ihn eh nicht einzusetzen.  Durch den 2ten RX kann ich die OV-Frequenz mitlaufen lassen während ich 6m beobachte, ausserdem bin ich mit dem TS-480 im Funkomobil auch recht zufrieden: Die Entscheidung war gefallen:

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Ein feines Teil das wirklich Spaß macht. Mit zwei externen Lautsprechern (einer für jeden RX) bestückt klingt die NF sehr gut, diese kleinen Brüllwürfel gibt es noch bei Dierking, eine echte Empfehlung! Der eingebaute CW-Keyer reagiert vom Timing her etwas merkwürdig, mich betrifft das aber seit der Umstellung auf Monopaddles nicht mehr. Einzig der eingebaute Lüfter tönt für meinen Geschmack schon ein wenig laut. Verglichen mit dem des K3, der schlicht unhörbar ist, nervt der Kenwood Quirl. Na ja, in cw habe ich eh Kopfhörer auf und beim FM-um-die-Ecke-Telefonieren müssen es keine 100W Ausgangsleistung sein.

Ausserdem gab es noch ein echtes Stück Fortschritt zu besichtigen, in meinem Shack quasi ein Novum: Ein echtes funktionsfähiges Standmikrofon, ein echt stylisches Accessoire 🙂

Keine Sorge, ich falle nicht vom cw-Glauben ab, es ist nur ganz praktisch auf der OV-Frequenz mal beide Hände zur Bedienung des PC’s zur Verfügung zu haben.

Das Shack ist jedenfalls jetzt bereit, die Antenne muß noch warten und dann gehts bald endlich auf 6m los.

CQ WW 160 in CW

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Die Idee an sich ist ja schon etwas älter: Im November 2010 war ich  zusammen mit Mat (DL5MFL) und Sven (DF9MV) als 6V7Z in Afrika. Die beiden machten mir lange Zähne mit ihren Erzählungen über eine vorzügliche 160m-Antenne auf dem Hügel von DK0IW, der Clubstation des OV C07. Lowbands faszinieren mich; nur 3 Jahre später sollte ich diese einzigartige Antenne mal selbst benutzen dürfen: Während des CQ WW 160 CW war keine OV-Aktivität geplant, auf meine Anfrage stellte man mir die Anlage zur Benutzung während des Contests zur Verfügung. Ham-Spirit gibt es noch, an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die erwiesene Gastfreundschaft an den Ortsverband C07!

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Ein paar historische Details zu dieser Antenne:

Der Antennenmast ist 35m hoch und diente bis 1968 der Bundesanstalt für Flugsicherung als Bake für den Bereich der zivilen Luftfahrt (NDB, non directional beacon oder auch Kreisfunkfeuer) . Om Karl Hille (DL1VU) erfuhr von der Auflassung dieser Anlage, erkannte den Wert für unser Hobby und konnte die Verhandlungen zur vertraglichen Übernahme von Grundstück, Gebäude und Antenne für den Ortsverband C07  zum 1.4.1969 erfolgreich abschliessen. Es sollte noch sieben lange Jahre dauern bis die neue Clubstation am Walmbichl in Betrieb ging.

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Freitag 16.30h: Ich parke das Funkomobil am Fuße des Hügels und es beginnt der beschwerlichste Teil meines Unternehmens, 3 Pelicases mit Funkausrüstung sowie eine Alukiste mit Wasser und Verpflegung müssen hochgeschleppt werden und zwar ohne Materialseilbahn. Sieht auf den ersten Blick harmlos aus hatte es aber durchaus in sich. Ganz spontan  fällt mir  das alte chinesische Sprichwort der Antennenbauergilde ein: „No pain, no gain“

Nicht nur in Afrika sind Pelicases sinnvoll, auch unter winterlichen Bedingungen kann man sicher sein, dass der Inhalt trocken und geschützt bleibt was immer auch passiert. Speziell die PA (Gewicht incl. Case 35 kg) hätte schweißtreibend werden können wenn ich nicht eine Alternative gefunden hätte. Den glatten Deckel nach unten, einen Zurrgurt als Zughilfe und schon konnte ich das schwere Teil wie einen Schlitten hinter mir herziehen. Zusatznutzen: Durch das Gewicht entstand quasi ein geräumter Weg, der weitere Auf/Abstiege deutlich erleichterte.

Mat kam wie verabredet gegen 18.00h, erklärte mir einige Details  der Station und sah noch ein wenig beim Aufbau meines Equipments zu bevor er sich verabschiedete.

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Kurze Zeit später bin ich dann in der Luft und sofort stellt sich ein zufriedenes Grinsen ein: Die Mühe hat sich gelohnt! Sendemässig ist die Resonanz so gut wie perfekt, Abstimmung ist nicht nötig über den gesamten Bereich des Bandes. Auch hören kann ich ganz fantastisch, fast ein wenig zu gut aber das liegt nicht an der Antenne sondern an der Menge der Stationen, die sich an diesem Wochenende auf dem Band versammelt haben um gemeinsam das Lowband-Highlight des Jahres zu feiern: Da wird’s dann durchaus auch mal ein wenig lauter.  Auch sendeseitig zeigen einige Test-Qso’s vor dem Event, dass man mich laut und deutlich aufnehmen kann. Wenn ich diese Show vermassele wird’s für mich  für mich definitiv keine Entschuldigung geben; ausser vielleicht Murphy käme zu Besuch…

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Pünktlich um 22.00h utc beginne ich den diesjährigen „Kampf der Wagen und Gesänge“, das obligatorische Gerangel um die besten Plätze kann ich von hier oben mit der nötigen Gelassenheit verfolgen; sowohl die Antenne als auch die Expert erleichtern die nervenaufreibende erste Stunde ungemein. Ich bin fast ausnahmslos „running“ mit stetigem, nicht abreissenden  Zustrom von Anrufen unterwegs und so ganz allmählich erwärmt sich auch das Shack von anfänglich 3 Grad auf angenehme 19 Grad. Der frühe Morgen vergeht wie im Flug bis mich gegen 04.30h dann doch die Müdigkeit einholt, ein langer Tag im qrl und die Hochschlepperei verlangen ihren Tribut. Pünktlich um 06.00h bin ich wieder auf dem Band und erreiche noch vor der Greyline normale Betriebstemperatur.

Samstag Morgen gegen 08.30h beende ich meine erste Schicht und schliesse die Station um nach Hause zu fahren. Geplant ist ein wenig Schlaf und ein paar häusliche Verrichtungen. Anschliessend schnell noch ein paar Stunden Bettruhe ehe es wieder in Richtung Reichersbeuern geht, meine zweite Runde beginne ich Sonntag um 03.00h früh. Mich erwarten deutlich angehobenere  Bedingungen als noch am Vortag in Richtung Amerika. Die Zeit bis zum Schichtende gegen 09.00h vergeht wie im Flug.

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Letzter Arbeitsbeginn dann Sonntag um 16.00h des, Endspurt ist angesagt. Leider fällt JA für mich mangels Beteiligung aus, dafür finden einige UA9 den Weg ins Log. Die letzten Stunden ziehen sich ein wenig aber da muß man durch. Erst gegen 22.00h beschliesse ich die Aktivität eine Stunde zu früh zu beenden; Abbau, Abtransport und Rückfahrt nach Hause wollen auch noch bewältigt werden und das QRL am Montag lässt dann auch nicht mehr lange auf sich warten.

Im Log stehen 808 Qso’s, 54 DXCC’s und 30 Provinzen, in Summe ergibt das einen Score von 339.948 Punkten. Ich bin mit dem Erreichten zufrieden, gleichwohl gibt es natürlich wie immer Verbesserungspotential für das berühmte „nächste Mal“.

7P8D – Murphy, Teil II

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Es hatte sich schon Gestern Abend angekündigt, seit heute Mittag haben wir Gewissheit: Die Expert 2K hat ebenfalls ein Problem und wird deshalb ab sofort nicht mehr verwendet.
Urplötzlich, nach 6 Tagen störungsfreiem Betrieb kein (0!) Output mehr. Relais klicken zwar noch, es wird aber weder durchgeschaltet noch irgendetwas verstärkt. Zwar behebt sich der Fehler nach max. einer Minute von alleine und alles läuft wieder, die Minute kann aber zur gefühlten Ewigkeit werden wenn 347 Ja’s brüllend vor der Tür stehen und ihr geliebtes „newone“ haben möchten während man tatenlos abwarten muß bis die italienische Diva wieder zur Mitarbeit einfindet.
Wir dachten zunächs an irgendwelche Schnittstellenprobleme mit dem IC-7600 und haben alle bekannten Methoden der Kopplung Trx – Pa ausprobiert; leider ohne Erfolg.
Heute dann bekam ich das Schätzchen an meinen K3 gerollt und man nahm mir die, bis dato prima funktionierende Expert 1K dafür weg. Troubleshooting nach dem Ausschlussverfahren. Fein, wir hatten plötzlich die Kraft der zwei Herzen unter der Haube und ich wollte die Diva sowieso mal ausprobieren. Leider währte unsere Euphorie nicht lange: der gleiche Fehler trat nach einer Stunde Betrieb erstmals auf.
Klare Sache: Gleicher Fehler bei verschiedenen Ansteuer-Trxen, der Fehler liegt an der PA. Gerade erst 3 Wochen in Südafrika und schon fährt die Schöne zurück in die Heimat. Und wir? 2 von 4 Rigs sind jetzt nur noch barfuß, für die SSB-Kollegen eine kleine Katastrophe, die CW-Crew nimmt’s landestypisch gelassen: „Inch’Allah“

Bin endlich fertig, bald geht’s los

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Die Vorbereitungen sind nun endlich abgeschlossen, Klamotten und das Material liebevoll ausgewogen und eingepackt. Von mir aus könnte es jetzt losgehen und nach den langen Monaten der Vorbereitung ist es allmählich auch an der Zeit dafür. Ich höre Afrika schon stündlich lauter rufen 🙂

Der Koffer hat ziemlich exakt 23 kg wobei den Löwenanteil wie immer das mitgenommene Material ausmacht. An Kleidung habe ich nur das Nötigste mitgenommen, Rei in der Tube ist einmal mehr Dxers Freund. Hoffentlich erleben wir keinen Wintereinbruch, Roger schickte vor kurzem ein Foto rum, das im letzten Jahr Anfang Dezember entstand.

Sanipass (2873m) im Hochsommer

Na ja, den Pass müssen wir nicht überqueren, trotzdem aber stimmt mich das Bild nachdenklich: Auf der Südhalbkugel ist doch im Dezember Hochsommer und irgendwie passt Schnee in Afrika nicht so recht in mein  europäisches Kopfkino. Ziemlich erstaunt war ich heute auch als ich las, dass der Flughafen von Johannisburg 1680m hoch liegt. Starten ist dort schwierig, denn in dieser dünnen Luft verlieren die Turbinen bereits an Leistung.

Der K3 findet sein bestens geschütztes Plätzchen im Stormcase. Diese Koffer sind einfache Varianten der Peli-Cases; nicht ganz so chic und auch etwas einfacher gearbeitet, bei gleicher Stabilität aber leichter und mit sehr praktischem Hartschaum ausgekleidet.

Der kleine Rucksack enthält als Handtaschenersatz nur noch die Camera, das Netbook und die Papiere.

Das Gestänge des Hexbeams reist, als Drachengestänge verkleidet, als Sportgepäck bis 20 kg ohne Mehrpreis mit; bin ja mal gespannt ob das auch alles so klappt.

Mein Gepäck für 7P

Bereits am 19.11. kommt Frosty als Vorhut  in Johannisburg an und begibt sich im Leihwagen nach Pretoria um dort Antennen und Koaxkabel zu laden. Am 20. treffen die Kanadier ein und am 21. geht es dann Schlag auf Schlag: Erst Bill (06.44h), dann Chris und ich (08.30h) und gegen 11.00h dann noch Emil. Der EU-Zoo ist somit komplett und darf sein mitgebrachtes Gepäck in den Tiefen von Rogers 4WD verstauen.

Es machen sich dann 8 Ops in 2 Fahrzeugen auf den etwa 400 km langen Treck nach Süden in Richtung Lesotho. Ein kurzer Stopp bei Bernie (ZS4TX) versorgt uns mit einer Battlecreek-Special für 80/160m. Wir hoffen noch am gleichen Abend in unserem Quartier südöstlich von Maseru einzutreffen und werden wohl ein wenig Schlaf nötig haben.

Am Donnerstag, den 22.11. beginnt der Antennenaufbau, im Laufe des Nachmittags reisen noch Donovan und Mitch an, das Team ist somit komplett.

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