Alljährlich im Juli geht’s in die Berge, genauer gesagt die Schweizer Berge. Chris (HB9ELV), der Präsident von HB9EE brauchte ein paar CW-Legionäre und den Termin hatte ich mir selbstverständlich freigehalten.. In diesem Jahr war sogar noch für zusätzliche Verstärkung gesorgt: Bereits am Donnerstag Abend fuhr ich zum Flughafen und wartete dort auf den Flieger aus Kopenhagen. An Bord mein alter Freund Kenneth (OZ1IKY). Ich hatte ihn vor einigen Jahren bei OZ5E kennengelernt und den Kontakt seither nicht mehr abreissen lassen.

Bei einem gemütlichen Absackbierchen auf unserer Terasse erzählte er mir exklusiv von seinem Pazifikabenteuer, seinen Vortrag auf der HAM zum Thema TX5K hatte ich wegen des Geburtstags der YL leider auslassen müssen.  Besonders gefreut habe ich mich über ein kleines Mitbringsel aus dem Pazifik, es wird einen Ehrenplatz im Shack erhalten.

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Am nächsten Morgen wurde dann gemeinsam das Auto beladen, ein paar Einkäufe gemacht und ab ging es in Richtung HB9. Bereits um 16.00h begannen wir mit dem Aufbau. Chris hatte wie üblich schon jede Menge Vorarbeit geleistet und so gut wie alle Antennen auf die diversen Masten verteilt. Wir hatten in diesem Jahr zusätzlich zu 15m cw auch noch 10m cw zugeteilt bekommen, mit zwei Tagbändern und 5 ops sollte es nicht langweilig werden. Als 10m-Station diente mein K3 mit der Expert 2000, über einen Stackmatch hatten wir 2 Beams und eine GP zur Verfügung. Die erwarteten Probleme mit Endstufe und Aggregat blieben wegen cos(phi)=1  (ein Insider) aus und so konnten wir den Abend am Grillfeuer in aller Ruhe ausklingen lassen ehe wir uns auf unsere Feldbetten zurückzogen. Der Tag war (wie das ganze Wochenende) sehr heiß und wir genossen die Übernachtung unter freiem Himmel, bewacht von Jule, der Teamassistenz.

Am nächsten Morgen dann noch letzte Vorbereitungen und ein kleiner Rückschlag: Karl-Heinz (DK2GP) fiel kurzfristig aus und auch Michael (DL1II) musste wegen einer fieberhaften Erkältung ein wenig kürzer treten. Kurz vor Beginn schaute dann noch Freund Murphy vorbei, war aber nicht zum Mitmachen zu bewegen. Stattdessen hinterließ er uns PC-Probleme an der 15m-Station die zu einem verzögerten Beginn führten.

Auf 10m lief zunächst alles nach Plan, die Bedingungen waren allerdings nur mittelmässig und die Rate tröpfelte recht lustlos dahin.  Etwas Abwechslung in die eintönige Funkerei brachte dann die Expert, die mit sehr hohen Compiler-Temperaturen auf sich aufmerksam machte und nur noch einen Output von etwa 400 Watt zuließ.

Andy, Kenneth, Jule, Chris, Jo, Miichael (v.l.n.r.)

HB9HQ 10/15m-CW-Team: Kenneth, Andy, Jule, Chris, Jo, Miichael (v.l.n.r.)

Egal, wir haben das Ding auf beiden Bändern sauber nach Hause gefahren: Auf 15m sind wir nur knapp am Vorjahresergebnis gescheitert, das war der verpassten Stunde zu Beginn geschuldet. Auf 10m brachte uns ein starker Endspurt dann doch noch in die Nähe von 600 Qsos, was wir angesichts der Bedingungen durchaus als Erfolg werteten.

Gemeinsamer Abbau, ein letztes Händeschütteln und ab ging es in Richtung Heimat, die Dusche dort nach 48 Stunden Gluthitze war wahrlich kein Luxus 🙂

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