Just an hour to go before we start the show and than it’s 48 hours of hell …
Bei 7P8D lief es andersrum. Wir hatten 2 Tage lang heftigste Probleme, die es zu lösen galt. Verbogene Masten, korridierte Antennen, vermoderte Schalter, gerissene Abspannungen. Die alte Dame war besonders unpässlich; na ja, in dem Alter kann das schon mal vorkommen.
Weitere Dramen spielten sich im Shack ab: Die Steuerkabel für die Experts lagen dummerweise in Texas, da war nun Handarbeit beim Bandwechsel angesagt.  N1MM wurde zwar zügig installiert, es stellte sich dann aber leider heraus dass wir es in einem Netzwerk nicht schaffen zwei unabhängige Logbücher (Contest / Non-Contest), verteilt über mehrere Stationen laufen zu lassen. Die Lösung: 2 Notebooks, direkt via Crossoverkabel verbunden bildeten für die M/2-Station, der Rest der Crew kam über einen Switch in ein weiteres LAN- Klingt alles ganz einfach wenn man es rückwärts betrachtet, vorwärts gesehen war es dann doch ziemlich kraft- und nervenraubend.
Wie auch immer, am Ende des zweiten Tages war alles bereit für die große Show, die Dxpeditionäre legten schon ein wenig los und die Contester verzogen sich in die Betten ohne wirklich schlafen zu können. Pünktlich um 02.00h Ortszeit legten wir los.


Ich beschreibe mal aus Sicht eines Europäers was wir hier im Contest erlebten:

  • 160m: Hier ist Sommer, eigentlich kann auf diesem Band absolut nichts laufen und so herrschte auch gähnende Leere, untermalt von heftigen Gewitterentladungen. Für den Contest definitiv ein Ausfall, 4 Qsos sprechen wohl eine deutliche Sprache.
  • 80m: Hier haben wir immerhin 53 Verbindungen erreicht; beschämend aber die Locals hatten es vorhergesagt. Ich hörte viele EU’s, die ich stundenlang anrief, die aber mich nicht hörten. Die wenigen, die mich aufnahmen fielen fast vom Stuhl und es dauerte ewig, bis das Call klar war. S&P mit diesem Rufzeichen ist eine Plage!
  • 40m: Auf dem europäischen „Brot und Butter Band“ gab es immerhin 419 Verbindungen, eigentlich fast peinlich aber mehr war nicht drin. Wenn man sich die Lage von Lesotho betrachtet wird schnell klar, von hier aus ist fast alles DX, von einer Handvoll Af’s mal abgesehen.
  • 20m: Sehr schwach, lag wohl an den Bedingungen. 1228 Qso’s. Die Locals hatten deutlich mehr erwartet.
  • 15m: 2141 Verbindungen, hier lief es sehr schön. Stundenlange Runs in alle Richtungen. Das war _unser_ Brot und Butterband, offen fast rund um die Uhr.
  • 10m: 1772 Qso’s, das Band machte richtig Spaß von hier unten. Im Pileup waren EU’s NA’s und JA’s zur selben Zeit. Der Hex stand ausschliesslich nach Nord. Das hat einfach nur Spaß gemacht.

Was noch auffiel waren die extrem häufigen Dupes, wir hatten ja eine (fast) exklusive Zone sowie ein exklusives Land zu vergeben und so kamen sogar die big guns vorbei um uns abzuholen und später erneut , einfach um sicher zu sein, dass die Verbindung auch wirklich im Log war.
Am Ende hatten wir 9 Mio Punkte und waren mit dem Erreichten zufrieden. Mit 6 Ops an 2 Stationen war es nicht wirklich anstrengend und hat großen Spaß gemacht;  eine gute Entscheidung beim CQ WW mitzumachen.

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