Schon vor einiger Zeit brachte der freundliche Mann im braunen Arbeitsanzug ein längliches Paket aus Wales, ich hatte mir einen der von Ant (MW0JZE) vertriebenen Hexbeams bestellt. Heute war nun Probeaufbau angesagt um unliebsame Überraschungen  am nächsten Wochenende (WAG) zu vermeiden.

Als Mast dient mein alter 10m-Heavy-Duty-Alumast von Spiderbeam, zusätzlich verwende ich ein Stativ, meistens bin ich nämlich allein auf weiter Flur und das Aufrichten muß auch als One-Man-Show unfallfrei klappen. Tut es auch, zumindest solange es nicht windet.

Der Aufbau ist wirklich ein Kinderspiel, Ant hat mir da nicht zu viel versprochen. Jedes Element besteht aus 3 Fiberglasabschnitten, die einfach ineinandergesteckt werden, für Portabeleinsatz kann man die vorgesehenen Verschraubungen der Elementteile sogar weglassen.  Das Ganze ist farbcodiert, so dass keine Verwechselungen möglich sind. Sind die 6 Elemente in die „Nabe“ eingesteckt werden sie durch ein bereits abgelängtes und mit Haken versehenes Seil (ebenfalls farbcodiert) mit der Mitte verbunden. Danach wird der Abstand der Elemente zueinander fixiert in dem ein weiteres Seil zum jeweils nächsten Element geführt und dort eingehängt wird. Alles sehr leicht und einfach aber doch wirkungsvoll.

Nun ist das „Gerippe“ fertig und die Antennendrähte werden befestigt. Am Mittelteil mittels Schraube befestigt dann durch bereits exakt eingestellte Halterungen an jedem Element geführt um nach einem 360 Gard-Umlauf wieder am Mittelteil verschraubt zu werden. Der Beam funktioniert auf 6m/10m/12m/15m/17m/20m, man kann aber die nicht benötigten Bänder ohne Nachteile einfach  weglassen, was ich für den Contest auch gemacht habe. Das spart Zeit und auch ein wenig Gewicht, ausserdem ist der Drahtverhau damit halbwegs überschaubar.

Im Bild schön zu sehen die unteren Schrauben mit dem 10m-Draht belegt, darüber ist frei (12m). Es folgt 15m, 17m wieder frei und 20m so weit oben, dass man es nicht mehr sieht.

Klasse gelöst, der Aufbau hat Spaß gemacht. Dummerweise ist der eingeschobene Mast etwas zu hoch so dass ich mit einer Leiter arbeiten musste und dadurch viel Zeit verlor. Ich habe mir zum Abbau ein 120cm langes „Hilfsrohr“ aus einem alten Abfallstück gesägt, dass ich mittels Hammer etwa 20cm in den Boden schlage und das mir als Montagerohr dient. Dadurch können alle Arbeiten in guter Arbeitshöhe gemacht werden. Durch den gewichtssymmetrischen Aufbau ist es kein Problem die fertig montierte Antenne am Schluß auf den Mast zu heben und dort zu verschrauben.

Nicht mal 60 Minuten später war es dann auch schon soweit, der Hex wurde erstmals auf 10m Höhe geschoben und zierte in seiner ganzen Pracht mein kleines Gärtlein ungemein. Ein schnell durchgeführter Check der Anpassung zeigte, dass auch hier nicht mit Problemen zu rechnen ist.

Der SWR-Verlauf ist noch etwas durch das Hausdach in der Nähe beeinflusst, schaut aber schon ganz manierlich aus. Ich denke mal dass sich das bei freier Aufstellung noch etwas verbessern wird. Eine wirklich schöne Antenne mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Lediglich etwas leichter könnte sie sein aber das ist wohl der Preis, den Ant bei seinen IOTA-Aktivierungen an der stürmische englischen Küste bezahlen muß. Der WAG kann kommen!

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