Bereits Mitte Mai stolperte ich über eine Mail im BCC-Reflektor, HB9EE suchte für die IARU Championship CW-Operator. Ich setzte mich mit Chris, dem Präsidenten des Teams in Verbindung, wir klärten kurz die erforderlichen Details und schon hatte ich den Job.

Zunächst war ich für HB9HQ cw auf 10m vorgesehen, durch einen internen Tausch im Vorfeld ergab sich dann schlussendlich 15m cw.

Der erste internationale Einsatz des Funkomobils, mit dem ich bereits am Vortag entspannt in Richtung HB9 rollte um das Team kennenzulernen und in Ruhe aufbauen zu können. Chris (HB9ELV), Mischa (HB9EMP) und Wernie (HB9EPW) empfingen mich auf ihrem Hausberg und wir kamen, wohl aufgrund gemeinsamer Wurzeln ;),  sofort bestens miteinander klar. Das HB9EE-Team vertrat die Farben der Schweiz auf 160m SSB während ich, zusammen mit Michael (DL1II) und Karl (DK2GP) auf 15m an den Start gingen.

Die vorhandene Antennenanlage war schlichtweg vom Allerfeinsten: Zusätzlich von einem 5-Ele-Monobander in 26m Höhe hatten wir noch einen Optibeam 9-5 zur Verfügung, gekoppelt über einen Stackswitch der sowohl den parallelen als auch den exklusiven Betrieb beider Beams ermöglichte. Zwar hatte ich zum K3 die KPA-500 im Gepäck, Chris stellte mir aber eine seiner Yaesu VL-1000 zur Verfügung um noch ein wenig hörbarer zu sein.

Es war schon ein beeindruckendes Bild dem BW-Masten (ja, es ist exakt der, den man auf der HAM Radio 2011 in der Halle bewundern konnte) beim Ausfahren zuzuschauen. Zusammen bauten wir auch noch die Beverages für 160m sowie eine Delta Loop für dieses Band auf, alles klappte wie am Schnürchen und wir begannen pünktlich und ohne Besuch des Kollegen Murphy.

Michael (DL1II) in Aktion

Es lief auf 15m von Anfang an hervorragend, der Andrang war beachtlich und erst gegen Mitternacht schloß das Band dann endgültig. Am Sonntag war es dann etwas dünner aber durchaus noch akzeptabel sodass wir am Ende mit 1180 Qso’s das letztjährige Ergebnis locker verdoppeln konnten. Es war eine Freude mit Michael und Karl zusammen zu arbeiten, kein Stress, gute Raten und ein vorzeigbares Ergebnis sorgten für rundum zufriedene Mienen 😉

Leider hatten unsere Schweizer Freunde auf 160m einen deutlich schwereren Stand. Es war unglaublich mühevoll zumindest auf knappe 260 Qso’s zu kommen. Am Einsatz und am Equipment ist es sicherlich nicht gelegen, die im Sommer ja schon im Normalzustand schwierigen Bedingungen wurden durch die Sonnenaktivität nochmals verschlechtert.

Besonders erfreulich war aber auch der gesellige Teil. Wir hatten bei absolut entspannter Contest-Atmosphäre jede Menge Spaß, haben ein paar Bierchen geleert, jede Menge Neuigkeiten ausgetauscht und zu guter Letzt auch noch neue Funkfreunde gefunden als es am Sonntag Nachmittag nach gemeinsamem Abbau an die Heimfahrt ging.

Ich bedanke mich herzlich bei den Jungs von HB9EE für die erwiesene Gastfreundschaft. Obwohl wir altersmässig eine ganze Generation auseinanderliegen verbindet uns die Begeisterung für unser wunderschönes Hobby.  Besonders freut mich der tolle Nachwuchs in HB9, ich bin mir sicher dass wir von diesem jungen Contestteam zukünftig noch jede Menge hören werden.

Auch das Funkomobil hat sein internationales Debut bestens überstanden und empfiehlt sich somit für weitere Unternehmungen dieser Art. Schaun wir mal was als Nächstes kommt …

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