Lange bin ich um sie herumgeschlichen, immer wieder das Für und Wider abgewägt und das Projekt dann doch wieder verworfen. Den Ausschlag gab dann der Flug nach OZ zum CQ WW 2011; Die Airlines wiegen mittlerweile derart pingelig, dass es einfach Zeit wird für eine kompakte und leichte Reise-PA.

Ich bestellte den Kit bei Peters QRP-Shop und nur 10 Tage später überreichte man mir ein das gute Stück frisch aus W importiert und in Berlin nur umgepackt  an der Haustür.

Ein paar Behältnisse für die Kleinteile gesucht und bereitgestellt, die ESD-Matte auf dem Schreibtisch ausgebreitet und es ging auch schon los mit dem ambitionierten Selbstbau. Na ja, eigentlich ist das ja wirklich nur eine leichte Montagetätigkeit, die selbst bei mir, dem anerkannten steckdosenamateur zu keiner Zeit für Probleme sorgte. Die Anleitung ist wirklich hervorragend, das Ganze wirkt sehr durchdacht und ich kam zügig voran.

Ein einziges Problemchen tauchte auf in Form einer (durch die schwarze Pulverbeschichtung?) leicht vergnaddelten Minischraube, mit der der Sicherheitsschalter am Gehäuse festgemacht wird. Natürlich war genau diese Schraube nicht bei den Spare-Teilen dabei und auch die Bastelkiste enthielt kein brauchbares Ersatzteil. Schlussendlich machte ich das Gewinde durch Einsatz von etwas Graphit und permanentes Hin/Her langsam gängig und konnte den Schalter doch noch komplett befestigen.

Fast fertig ...

Nach knappen vier Stunden Montage kam auch schon der obere Deckel drauf und die PA war bereit für einen ersten Test mit dem K3. Benötigt werden zwei Verbindungen: Das Antennenkabel sowie ein kurzes Verbindungskabel mit VGA-Steckern (aber keiner VGA-Belegung!)  an beiden Seiten.

Ich hatte offenbar sauber gearbeitet, die PA spielte auf Anhieb und das erste QSO war dann nur noch eine Formsache.

Die Integration in das Bedienprinzip des K3 ist wirklich allererste Sahne:

  • Das Einschalten der PA wird dem K3 signalisiert, die Leistung wird automatisch reduziert.
  • Bandwechsel sind sowohl am K3 als auch an der PA möglich)
  • Sobald die PA nach standby geschaltet wird stehen am K3 wieder 100W zur Verfügung.

Ein wirklich tragbares Teil, das Gewicht beträgt 12 kg, davon entfallen 8 kg auf den mächtigen Ringkerntrafo, den ich auf Flugreisen ausbauen und im Koffer verstauen werde (Styroporverpackung nicht wegwerfen!). Der Rest hat exakt die Abmessungen des K3 und kann problemlos mit in die Kabine genommen werden.

Man darf gespannt sein wie sie sich in Lesotho schlägt, ich werde zu gegebener Zeit berichten.

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