So ganz allmählich beginnen wir uns hier einzuleben. Matt und ich waren Nachmittags beim Einkaufen in der Stadt während Sven die Stellung auf 20m hielt. Erst gegen 19.00h utc startete ich eine CQ-Serie auf dem völlig toten 10m-Band und siehe da: Innerhalb von Minuten hatte ich  ein ausgewachsenes Pileup in Richtung Nordamerika. Es machte tierischen Spaß die Jungs wie Perlen an der Schnur abzufertigen, kaum QRM obwohl sie sich gegenseitig natürlich nicht hören konnten. Der Spuk endete leider bereits nach 30 Minuten mit einem kapitalen Stromausfall. Wir haben hier zwar eine USV, auf der laufen aber lediglich die LAN-Switches, WLAN-Repeater und die Webcam. Ich kann via Cluster den geneigten Lesern zumindest noch den Grund unseres plötzlichen Ablebens mitteilen.

Wir sehen diese Unterbrechungen mittlerweile entspannt und gelassen, afrikanisch eben. Im Kerzenschein gab’s lecker Chili (verfeinert mit Mais nach Matthews Art)  und danach sassen wir noch mit Francois bei einem netten Plausch zusammen.

Ich habe dann noch ein nächtliches Bad im Pool genommen und ging danach in die Falle, meine Mitstreiter machten noch bis nach Mitternacht die Bänder unsicher. Meine erste Schicht begann heute um 0300 und endet kurz nach Sonnenaufgang. Eine tolle Zeit, 40 und 80 weit offen, nette Leute, tolle Qso’s wenig Ärger und dazu gegen Ende meiner Schicht das einmalige Erlebnis eines afrikanischen Sonnenaufgangs. Urplötzlich weicht die nächtliche Stille (und hier ist es sehr still um nicht zu sagen totenstill) einem anschwellendem vielstimmigen Vogelkonzert an dessen ohrenbetäubenden Ende plötzlich das Licht wieder da ist. Ein atemberaubende Erlebnis das man mit Worten nur sehr unvermögend beschreiben kann!

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